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Knowledge is power
Genre: Freies Fantasy

Ort: Neuseeland, Auckland

Playstil: Ortstrennung

FSK: 18

Jahr: 2018

• Welcome to New Zealand •
magical city burdened by history
Willkommen Fremder, schön, dass du Interesse an unserem Forum gefunden hast und dir die Zeit nimmst dich mal umzusehen. Das Forum ist ein freies Fantasy Forum, wobei wir uns von bestimmten Serien- Büchern- Filmen- und der Mythologie haben inspirieren lassen.

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Bei Fragen, Anregungen oder Problemen kannst du dich zu jeder Zeit an eines der Teammitglieder wenden. Wir versuchen dir so schnell und vor allem gut wie möglich zu helfen und dich bei deinem Vorhaben zu unterstützen.


#1

Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 05.05.2018 17:55
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

xxx




"and some days I will get too close until it drags me into its abyss and I emerge as a new animal, carrying every drowned ghost between my teeth"


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#2

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 05.05.2018 18:17
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

-> Nach dem Event

Die Welt um den Vampir war so dumpf, als würde er alles nur mehr durch einen Schleier sehen, der unabwendbar von seinen Augen Besitz ergriffen hatte. Nichts um ihn herum war noch klar und deutlich zu erkennen und die Welt wirkte so fern, wie nie zuvor. Der Schmerz in seinem Körper war dumpfem Nichtempfinden gewichen und er kam kaum noch mit, was die Menschen um ihn herum taten. Kean und Penny waren es, die er um sich wusste, die ihn vom Festplatz fort geschaffen hatten, doch er reagierte nicht auf ihre Worte, wenn sie ihn ansprachen...falls sie ihn überhaupt ansprachen und nicht in beklommenes Schweigen gefallen waren, so wie er. Er hatte sie gerettet...doch um welchen Preis? Sein Körper war zerstört. Er blutete aus zahlreichen Wunden, doch am Schlimmsten war wohl der Umstand, dass ihm Körperteile fehlten. Es war irrsinnig, er fühlte sie immernoch, auch wenn sie nun für immer fort waren. Die Beiden hielten ihn mit Blutbeuteln am Bewusstsein, während seine Regeneration das Übrige tat, um die Wunden heilen zu lassen, doch Jene, die man seiner Seele zugefügt hatten, würden das vielleicht nie. Er war zerbrochen worden, wie eine kostbare Porzellanpuppe, an deren makelloser Haut man jeden noch so gut geklebten Bruch immer würde sehen können. Er hatte das verloren, was ihn ausgemacht hatte seiner Meinung nach, seine Fähigkeit von Nutzen zu sein. Schon in frühster Kindheit hatte er schwer auf dem Hof seines Vaters gearbeitet, hatte immer mit angepackt und sich nützlich gemacht, doch so? Wem sollte er so denn noch nützen? Er hatte Penny und Kean gerettet...doch er hatte Enzo verloren, seinen Schützling, den er endlich wieder gefunden hatte. Wie sollte er denn nun weiter machen? Er war nun niemandem mehr eine Hilfe. Kraftlos schlugen die Wimpernkränze des Vampirs nieder, er ließ seinen Blick sinken und sperrte die Welt aus seinen Gedanken und seiner Wahrnehmung aus. Er wollte sie nicht mehr sehen...und genau so wenig gesehen werden. Er wollte...einfach nur mehr fort. Ins Hotel zurück zu kehren kam für ihn gar nicht in Frage, denn seiner Meinung nach wäre er lieber tot als sich so seinem Erschaffer zu zeigen. Raphael war immer so stolz auf seine Kreation gewesen...was würde er jetzt nur sagen? Kadall war sich überaus sicher, dass ihn der Urvampir nicht mehr brauchen konnte und seinen Posten somit einem Anderen geben würde und dieser Gedanke zerriss ihm das Herz, mehr als jeder Angreifer seinen Körper hätte zerfetzen können. Den Urvampiren zu dienen hatte seinem Leben einen Sinn gegeben, eine Erfüllung, schöner und kostbarer wie alles andere in seiner kleinen Welt, doch damit war es nun vorbei, nicht wahr? Oh Raphael...womöglich würde er ihn nie wieder sehen...und Matty? Auch dem Hexer wollte er so nicht unter die Augen treten, er würde das Mitleid in seinen treuherzigen Augen nicht ertragen können. Wo waren die Beiden eigentlich? Ob es ihnen gut ging? Er hatte Raphael einfach auf dem Festplatz gelassen...er hätte ihn suchen müssen und Matty genau so. Ein wehmütiges, tonloses Durchatmen glitt über seine bleichen Lippen, als man ihn aus dem Wagen zerrte, den Kean gekapert hatte, um sie hier her zu bringen. Vollkommen verzögert und in Slowmotion, registrierte der Arzt, dass man ihn herausholte und in den Apartmentkomplex brachte, in seine Wohnung, die er so selten aufsuchte, dass es beinahe wirkte als hätte hier nie Jemand gewohnt. Es war kühl und unpersönlich...er fühlte sich hier nicht zu Hause, doch sein wahres zuHause würde er von nun an wahrscheinlich auch nie wieder sehen. Es würde ihn zerstören von Raphael und dem Orden der Vampire abgewiesen zu werden, als Krüppel in die Nichtigkeit degradiert zu werden...da nahm er lieber die Feigheit und üble Nachrede auf sich, niemals dort hin zurück zu kehren und dieser schmerzlichen Erkenntnis einfach zu entfliehen. Seine beiden Begleiter redeten zwar auf ihn ein, dass er hier nicht alleine bleiben sollte, doch als er das weiche Bett unter sich fühlte, wandte er ihnen einfach seinen Rücken zu, als stumme Antwort darauf, dass sie gehen sollten und ihn einfach sich selbst überlassen sollten. Der sonst so lebenslustige, fröhliche Nordmann hatte genug vom Leben, er wollte einfach nur schlafen...und nichts mehr empfinden oder denken. Die Beiden akzeptierten den Wunsch des geschundenen Blutsaugers und ließen ihn allein...dass es allerdings jemanden geben würde, der diesen Wunsch einfach zu Kadalls Wohl übergehen würde, ahnte der Norweger zu jenem Zeitpunkt noch nicht. Er blieb einfach weiter auf dem Bett liegen, mit seinem halben Körper und rührte sich nicht mehr.

@Bambi Leopold King




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#3

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 07.05.2018 00:58
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge



Obwohl der Vampir Bambi, seit seiner Begegnung mit Elizabeth nicht mehr aus dem Kopf ging, entschied sich der Greif dazu Kaddy erstmal seinen nötigen Freiraum zu lassen, statt direkt bei ihm aufzuschlagen. Bisher ist der Gefängniswärter damit auch nie schlecht gefahren, immerhin kam der vermeintlich jüngere immer wieder zu ihm zurück, oder sie begegneten sich zufällig, doch mittlerweile lag ihr letztes Aufeinandertreffen ziemlich weit zurück und je länger der Greif darüber nachdachte, desto mulmiger wurde es ihm. Als hätte er eine Art Vorahnung gehabt, hatte er sich nicht bei der Arbeit konzentrieren können und immer wieder unterliefen ihm kleinere oder auch größere Fehler bei seiner Schicht. Ein Umstand, der ihn nahezu wahnsinnig werden ließ und erst als er sich in den Aufenthaltsraum zurückziehen und sich eine heiße Tasse Kaffee machen konnte, schien er sich wieder einigermaßen zu sammeln. Schon verrückt, wenn er bedachte, dass er sich das letzte Mal so furchtbar bei der Arbeit angestellt hat, als er Nate bei sich aufnahm...
Gemütlich seinen Kaffee schlürfend widmete Bambi sich einem Artikel über den osteuropäischen Welpenhandel in der Tageszeitung und vertiefte sich dermaßen in das Lesen der Zeilen, dass er vom eigentlichen Inhalt gar nichts mitbekam, ebenso wenig bekam er mit, dass sein Handy auf dem Tisch wild zu vibrieren begann und dem Greifen damit mitteilen wollte, dass er eine Nachricht erhalten hatte. Erst als er den letzten Schluck seines Kaffees ausgetrunken und die Tasse in die Spüle gestellt hatte, riskierte der Schwarzhaarigen einen Blick auf das Display seines Handys und seine Stirn legte sich verwirrt in Falten, als er die Nachricht las, die @Eleonora Krychek ihm schickte. Das Sommernachtsfest? Bambi wusste zwar, dass es stattfand, doch offenbar schien etwas passiert zu sein - warum auch sonst sollte sich die kleine Elfe über sein Wohlbefinden im Zusammenhang mit dem Event erkundigen? Schlagartig kehrte das seltsame Gefühl zurück, dass ihn nun schon seit einigen Tagen quälte und ohne lange darüber nachzudenken wählte er Kaddys Nummer, immerhin hatte der Vampir die Festlichkeiten kurz erwähnt, als sie sich das letzte Mal sahen... oder täschte Bambi sich da? Gut möglich, dass er sich irgendwas zusammensponn und vielleicht überreagierte, doch der Greif konnte nicht anders als auf Nummer Sicher zu gehen. Er ließ das Telefon einige Male durchklingeln, aber etwas anderes als das monotone Piepen der Durchwahl bekam er nicht zu hören, weswegen er wieder auflegte und einmal tief durchatmete. Dann versuchte er es bei @Ilja Vaněk, zwar war dieser ein Mensch, aber Izzy hatte ein Talent dafür in gefährliche Situationen zu geraten und auch hier wollte Bambi einfach nur sicher gehen, dass es ihm gut ging, allerdings ging auch er nicht an sein Telefon. Statt zu warten bis die Mailbox den Anruf entgegen nahm, legte er wieder auf und versuchte es ein weiteres Mal - vergebens - bei Kaðall, ehe er auf die Nachricht von Nore antwortete und ihr versicherte, dass bei ihm alles in bester Ordnung war und er nicht zum Fest gehen konnte, da er arbeiten musste. Für einen weiteren Moment blieb er still stehen und überlegte, was er nun machen sollte... Sicher war sich der Greif nicht, aber fest stand, dass er nicht bis zum Morgen warten könnte, um die Gewissheit zu bekommen, dass es all seinen Freunden gut ging und deswegen fasste er kurzerhand den Entschluss früher von der Arbeit zu verschwinden, um sich darum zu kümmern.

Es brauchte einiges an Überredungskunst, damit Bambi tatsächlich schon gehen konnte, aber letztendlich hatte es doch geklappt und Bambi machte sich direkt auf den Weg zu Kaddys Apartment, jedoch nicht ohne während der Fahrt all seine Kontakte abzutelefonieren, die ebenfalls auf dem Event hätten sein können, um wenigstens schon mal etwas Gewissheit zu haben. Glücklicherweise gab es nachts kaum Verkehr und so konnte der Greif relativ zügig das Gebäude erreichen, in welchem er und der Vampir sich schon des öfteren getroffen hatten, doch auch als er mehrmals klingelte und ein drittes Mal bei Kaddy anrief, erhielt er keinerlei Reaktion, also musste er sich etwas einfallen lassen, um in die Wohnung zu kommen. Wahrscheinlich war Kaddy nichtmal Zuhause, sondern irgendwo fett Party machen (was bedeuten würde, dass Bambi sich unnötigerweise Sorgen machte), aber vielleicht konnte er im Heim des vermeintlich Jüngeren Hinweise auf dessen Verbleib finden. Also klingelte der Schwarzhaarige auch bei den anderen Parteien des Wohnhauses an, irgendwer würde ihm schon die Türe öffnen und siehe da, kaum hatte Bambi bei den ersten drei Namensschildern die Knöpfchen gedrückt, ertönte bereits das Summen und die Tür öffnete sich - ganz ohne Sesam oder andere Zaubertricks und der Greif hechtete die Treppen herauf, wobei er bei jedem Schritt direkt zwei Stufen nahm, bis er am Ziel angelangte... nun ja... fast. Noch immer trennte ihn eine Tür von Kaddy, doch diese dürfte nun das geringste Hindernis sein. Bambi war immerhin kein unbeschriebenes Blatt und als ehemaliger Soldat bei den Jägern lernte man die ein oder anderen Kniffe, außerdem waren die Wohnungen wirklich nicht das modernste was man sich hätte vorstellen können und so reichte es bereits, dass Bambi die Tür mit seiner Kreditkarte bearbeitete. Mit einem leisen 'Klick' öffnete sich auch dieses Schloss und endlich konnte der Greif die Wohnung betreten.
"Kaddy? Babe?", rief er mit fester Stimme nach dem Vampir und schlich langsam durch den Flur, wobei er einen Blick in jedes Zimmer warf, bis er am Schlafzimmer angelangte und dort etwas auf dem Bett ausmachen konnte. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken und als hätte ihn das angetrieben verschnellerte er seine Schritte und er erreichte den leblos wirkenden Körper innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, bevor er sich vor das Bett hockte und zögerlich die Hand nach diesem ausstreckte. "K-Kaddy?", kam es beinahe tonlos über seine Lippen, dermaßen geschockt war er vom Anblick des rampunierten Vampirs und er ertappte sich dabei, wie er bereits das schlimmste vermutete. Er hatte sich also keine unnötigen Sorgen gemacht, sein Gefühl hatte ihn nicht getäuscht.... leider... Es wäre ihm deutlich lieber gewesen eine leere Wohnung vorzufinden und dort darauf zu warten, dass der Vampir am morgen sturzbetrunken und oder zugedröhnt aufschlagen würde... mit seinem zuckersüßen Grinsen im Gesicht und einem frechen Spruch auf der Zunge, wie es schon des öfteren der Fall war... Warum konnte es nicht auch jetzt so sein? Bambi schluckte schwer, ehe er sich endlich dazu aufrappeln konnte den scheinbar toten Körper zu berühren, wobei ihn die Anspannung fast schon zu zerreißen drohte. Lebte er nun? Oder kam Bambi zu spät? Erst nach einer gefühlt unendlich langen Zeit wagte er es seinen Blick über Kaddy schweifen zu lassen. Kaddy atmete zwar, doch seine Klamotten waren zerissen und blutüberströmt, überall taten sich Wunden auf und... ihm... fehlten Gliedmaßen! "Gott... was ist passiert?", brachte der Greif mit bebender Stimme hervor und zog die Hand zurück, ehe er sich aufrichtete und langsam auf das Bett krabbelte, um näher an dem Vampir zu sein. "Hey... b-bist du... wach?"

@Kaðall Ægir Grímsson T__T



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#4

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 07.05.2018 01:39
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

Stille war alles, was den Vampir hier umfing, während er auf der Tagesdecke auf seinem Bett lag und mit schwindendem Blick an die Wand im gegenüber starrte. Er war schon so lange nicht hiergewesen, dass stumm einige Staubpartikel ihre Plätze auf seinen Einrichtungsgegenständen eingenommen hatten, da sich Niemand außer ihm um dieses Heim kümmerte, wenn er es denn einmal getan hatte. Alles wirkte so unberührt, als würde hier Niemand wohnen und selbst während er hier lag, fühlte es sich nicht so an als wäre er wirklich hier. Trüb sahen seine rot umrandeten, sonst so blauen Seelenspiegel - gezeichnet von dem Kampf den er verloren hatte, den einfallenden Strahlen der Sonne entgegen, die langsam den Horizont zu erklimmen begann. Wie spät es gerade wohl war? Er konnte sich nicht einmal dazu aufraffen seinen Blick auf die Uhr an der Wand zu richten, sein Blick war wie gebannt auf den sich erhellenden Nachthimmel fixiert, während er an seiner Haupthand, am Mittelfinger, mit dem Daumen an einem kleinen Gegenstand herumrieb. Sein Tageslichtring. In einigen Stunden, so schwor er sich, wenn die Sonne ihren angestammten Platz hoch am Himmel erreicht haben würde, so würde er ihn einfach abstreifen und seinem Schicksal begegnen, das Einzige, was ihm nun noch bleiben würde. Er würde einfach seine andere Hand nehmen und-
Ein Zittern ging durch seine Wimpernkränze, als er versuchte sie zu bewegen, seine andere Hand...doch nichts regte sich unter dem zerfetzten Stoff seines Hemdes, der das entblößte Fleisch seiner Schulter bedeckte, an der Stelle wo einst ein kräftiger, gesunder Arm ihn gefüllt hatte undseine Nasenflügel erbebten bei der erneuten Erkenntnis, dass er nun nicht einmal mehr in der Lage war, einen blöden Ring von seinem Finger zu ziehen. Voller Gram und Bitterkeit mahlten seine Kiefer aufeinander, so fest dass man seine Muskelpartien an seinen Wangen deutlich erkennen konnte, bevor er seinen gesunden Arm fahrig unter sich hervor zu kämpfen versuchte, was ihn unweigerlich wieder auf den Rücken rollte, wo er ein zorniges und frustriertes Schnauben von sich gab, ehe er seine Hand an seinen Mund führte und mit fahriger Grobheit seine Zähne um seinen Tageslichtring legte, den er sich in all seiner Scham und Verzweiflung, beinahe vom Finger biss, beim Versuch ihn ab zu streifen, bevor er ihn achtlos zur Seite spuckte, wie eine Fliege, die er unliebsam verschluckt hatte. Klangvoll sprang das edle Schmuckstück auf dem Parkett des Schlafzimmers auf, bevor es zum Liegen kam und Kadall mit angestrengtem, bebenden Atem seinen Kopf wieder auf die Matratze betten ließ. Er hatte es getan, nun gab es kein Zurück mehr für ihn...er würde das tun, wovor er sich im Leben am Meisten fürchtete - sterben. Er war ein Vampir geworden um dem Tod zu entfliehen doch nun? Nun hatte er nichts mehr worum er fürchten musste und plötzlich kam ihm der Verhüllte in Mantel mit seiner Sense...vor wie ein vertrauter Freund. Im Feuer dahin zu gehen war die Bestattung der Könige, oder nicht?
Während er seinen Gedanken darüber nachhing, wie es sich wohl anfühlen würde, war die Erschöpfung der Schlacht entgültig angekommen und übermannte den Norweger unbarmherzig, der seine brennenden Augenlider niederschlug und somit nicht bemerkte, wie kurze Zeit später Jemand die Wohnung betrat. Hätte er es bemerkt, hätte er schon bei den ersten Geräuschen verlauten lassen, dass er allein sein wollte und Derjenige verschwinden sollte, doch er bemerkte seinen Besucher nicht, bis es schon zu spät war. Das ganze Ausmaß an Zerstörung, die über ihn gekommen war, war entblößt vor den Augen eines Mannes, den er in all der Zeit die er ihn kannte, sehr lieb gewonnen hatte. Ja, Bambi und er hatten viel Freude geteilt, er mochte den Greifenmann sehr und gerade deswegen traf es ihn, dass er es war, den seine müde aufschlagenden Augen erkannten. Erst blinzelte der Vampir nur einige Male müde, doch als er das vertraute Gesicht erkannte, überkam ihn ein solch schmerzliches Gefühl in der Brust, dass er es nicht aus seiner Mimik verbergen konnte. "Ich wünschte ich wäre es", kam es nur Gewispert über die trockenen Lippen des Nordmanns, an denen das Blut schon längst getrocknet war, bevor er versuchte seine Hand zu heben und Bambi von sich fern zu halten...doch erneut, sie war nicht da und um über sich selbst drüber zu greifen, dazu fehlte ihm die Kraft. "Bitte geh~ lass mich allein i-...sieh mich nicht an!", kam es kurz darauf wesentlich aufgelöster von Kadall, der irgendwie versuchte nach der Tagesdecke unter sich zu fassen, sie ein wenig aufs Bett zu ziehen und irgendwie seine Schande zu bedecken, doch er vermochte es nicht. "Ich will nicht, dass du mich so siehst i-...du sollst mich nicht so in Erinnerung behalten, bitte geh", panikte es regelrecht aus dem Verwundeten hervor, der so unter der Vorstellung litt dass gerade Bambi ihn so sehen musste, dass er beinahe seine Stimme verlor in dem Versuch sich irgendwie zu bewegen...doch mehr als das klägliche Winden eines sterbenden Regenwurms brachte er nicht zu stande. Das Einzige was er nun, durch die unmittelbare Nähe des Greifens zu fassen bekam, war dessen Hemd, in dass er seine blutigen Finger grub. "Geh weg~", perlte es nur noch einmal kaum hörbar und heiser von seinen Lippen, während er mit dem Stumpf seines abgetrennten Oberschenkels doch tatsächlich versuchte ihn weg zu schieben, was natürlich ein erbärmlicher Versuch war und nichts bewerkstelligte, als Bambi mit seinem eigenen Blut zu besudeln. Gequält japste der aufgelöste Vampir nach Luft, während er immernoch an dem Oberteil Bambis zerrte und versuchte den fürchterlichen Dingen die er gesehen hatte, irgendwie eine Stimme zu leihen, die ihm in seinen Tränen immer wieder den Dienst versagte. "wir hatten keine Chance, es waren einfach zu Viele...ich hab' versucht sie zu retten und was hat es mir gebracht? Enzo ist tot und meine andere Hälfte haben sie für sich genommen! Knöcheltief standen wir im Blut unserer Freunde und nichts konnte ich tun, ich wünschte sie hätten meinen Kopf gewählt!"

@Bambi Leopold King TuT




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zuletzt bearbeitet 07.05.2018 01:42 | nach oben springen

#5

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 13.05.2018 20:52
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge

Es war unmöglich für den Greifen Worte zu finden, die das Grauen beschrieben, dass er gerade vorgefunden hatte. Ihm bot sich ein abscheuliches Bild, wie er es sonst nur aus Horrorfilmen kannte und dennoch versuchte er irgendwie die Fassung zu behalten und ruhig zu bleiben. Selbst in seiner Zeit als Jäger oder Soldat war er von einem solch grauenvollen Anblick immer verschont geblieben und dass es gerade jemanden traf, den er fürchterlich gern hatte, machte die Sache nicht einfacher. Im kläglichen Versuch die aufkommenden Tränen zurückzuhalten kniff Bambi seine Augen zusammen und hielt den Atem an, als er die ersten verzweifelten Worte des Vampirs zu hören bekam. Am liebsten hätte der Schwarzhaarige etwas beruhigendes darauf erwidert, doch wollte ihm einfach nichts angemessenes einfallen, weswegen er einfach den Mund hielt. Aufmunternde Parolen, wie sie sonst oft bei weniger schlimmen Situation Anwendung fanden, würden hier wahrscheinlich rein gar nichts nützen und so blieb Bambi noch immer still, selbst als Kaðall ihn mit verbliebener Kraft zu verjagen versuchte und ihm mit jedem Wort, das ihm über die Lippen perlte, einen schmerzhaften Stich verpasste. Qualen, die im Gegensatz zu dem, was der Vampir gerade durchmachte, wohl nichts anderes als Nichtigkeiten waren, weswegen der Greif sie einfach beiseite schob und sich einzig und allein auf Kaddy konzentrierte, der nun versuchte ihn mit seinem Stumpf zu verscheuchen. Es war offensichtlich, dass sich der sonst so fröhliche Nordmann für sein Aussehen und sein Versagen schämte, doch darauf wollte und konnte Bambi keine Rücksicht nehmen. Würde er nun der Bitte nachkommen und gehen, würde er Kaddy seinem Schicksal überlassen und das konnte er nicht akzeptieren. Also tat er das, was er für das Richtige hielt und legte sanft, ganz vorsichtig, seine Hand an den zerfetzten Oberschenkel, den der Vampir noch immer als Abwehr missbrauchte und zog ihn vorsichtig an seine eigene Hüfte, um etwas Körperkontakt herzustellen. "Shhh~", kam es leise über seine Lippen, während er seine andere Hand um Kaddys legte, um das Zerren an seinem Shirt zu unterbinden, ehe er langsam begann sie zu streicheln. Es fiel ihm unglaublich schwer so ruhig zu bleiben, während das Rauschen seines Blutes in seinen Ohren dröhnte und sein Herz einen Satz nach dem anderen machte und dennoch gelang es ihm irgendwie, auch wenn das Zittern seiner Hände seine Aufruhr verdeutlichte. Leider Gottes blieb es dem Greifen verwehrt seine Fähigkeit an sich selbst auszuüben, doch Kaddy, ihm konnte er damit helfen. "Beruhig' dich erstmal...", brachte er nur kleinlaut hervor, nachdem der Vampir ihm einen Bruchteil von der Brutalität näher brachte, die er gesehen hatte. Ein Satz, der so einfach von den Lippen ging, doch unmöglich in die Tat umzusetzen war - zumindest, wenn man nicht das konnte, was Bambi konnte und so ließ er langsam einen warmen Frühlingsregen an Entspannung auf den Vampir einprasseln. Ein verzweifelter Versuch ihm irgendwie zu helfen, doch ob es etwas brachte, würde nur Kaðall selbst spüren können... Erneut atmete Bambi einmal tief durch und schloss die Augen, ehe er sich fast schon in Zeitlupe neben Kaddy sinken ließ, wofür er jedoch den Körperkontakt an Oberschenkel und Hand abbrechen musste. Stattdessen begann er nun sanft die Wange des Vampirs zu streicheln und ließ ein klitzekleines, verzweifeltes Lächeln sehen. "Du hast... du hast getan was du konntest... daran ist rein gar nichts verwerfliches, Babe", setzte Bambi zu einem Satz an, der sich letztendlich wieder nur wie eine der typischen Parolen sprach, jedoch absolut ernst gemeint war. "Mach dich deswegen nicht fertig... du brauchst dich dafür nicht zu schämen... und... dir die Schuld daran zu geben... ändert letztendlich nichts am Ergebnis." Es zeriss ihm das Herz so mit Kaddy zu sprechen und im Nachhinein bereute der Schwarzhaarige sogar seine Worte, doch alles erschien ihm besser als weiter zu schweigen. "Komm, ich mach dich erstmal sauber, ja?", fügte er dann allerdings noch leise und zögernd hinzu und hauchte ihm einen liebevollen Kuss auf die Stirn.

@Kaðall Ægir Grímsson



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#6

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 14.05.2018 20:38
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

Kadall nahm keinerlei Rücksicht darauf, was seine Worte und seine Handlungen, in seinem Gegenüber auslösen würden, denn dazu war er im Moment auch gar nicht fähig. Alles in seinem Kopf war in eine Mischung aus innerlichem Gebrüll seiner eigenen Emotionen, Erschöpfung und den Nachwirkungen eines traumatischen Erlebnisses verworren. Dieses Netz begann ihn immer mehr ein zu fangen um so mehr er versuchte Bambi davon zu jagen, was ihm einfach nicht gelingen wollte. Mit jeder Bewegung, mit jedem Wort, begannen ihn mehr und mehr seine Kräfte zu verlassen, als würden sich die Fäden um ihn enger ziehen, wie um ein im Spinnennetz gefangenes, kleines Insekt. Genau so fühlte sich Kadall auch gerade, vollkommen hilflos seinem Schicksal ausgeliefert und wenn er ehrlich mit sich war, dann würde er spätestens dann, wenn sein Zorn über sich selbst und seine Verzweiflung über seine Situation abgeklugen waren, froh sein, dass der Greif nicht gegangen war. Er hätte es sich eigentlich denken müssen, dass er Bambi so niemals los werden würde, doch irgendetwas in dem Vampir hinderte ihn auch daran seine Fähigkeit zu nutzen um ihn zu verscheuchen. Er hätte bösere Worte wählen können, er hätte den vermeintlich älteren Mann fürchterliche Ängste und Schmerzen aussetzen können doch...er brachte es einfach nicht ums Herz. Um so länger Bambi bei ihm war, desto mehr fühlte er wie sein Wunsch, dass er ging, abklang.
So hörte Kadall notgedrungen auf sich gegen den Größeren zu sträuben und fügte sich in die Situation, wie sie nun einmal war, was wohl auch an dem Greifen lag, der sehr wohl Gebrauch von seiner eigenen Fähigkeit machte, was dem Blutsauger gar nicht auffiel. Es fühlte sich natürlich an, wie sein Herz langsam aufhörte zu rasen und sich eine Ruhe über ihn legte, die er alleine niemals gefunden hätte. Sie nahm ihm zwar nicht seine Trauer darüber, dass man ihn vollkommen zerstört hatte, aber es ließ ihn die Nähe des Anderen zulassen, gegen dessen Berührungen er sich nicht länger wehrte. "Was soll ich denn jetzt nur tun? ...i-ich werde nie wieder laufen können...ich kann dich nicht einmal mehr richtig umarmen", kam es so leise über seine Lippen, dass Bambi es nur hören konnte, weil er ihm so nahe war, während der Norweger das Antlitz seines Liebhabers musterte, den er niemals solchen Dingen hatte aussetzen wollen. Sie hatten doch einfach immer nur Spaß miteinander gehabt, ganz harmlos und ungezwungen und ohne Verpflichtungen und Bindung...doch jetzt? Ein müdes und bedrücktes Lächeln trat auf das Antlitz des zerstören Vampirs, als Bambi ihm anbot sich erst einmal um sein Erscheinungsbild zu kümmern, bevor er sachte seine verbliebene Hand an seine Wange bettete. "Du musst das nicht tun...du hast hiermit nichts zu tun...es ist nicht deine Aufgabe dich um mich zu bemühen, okay? ich-". Kadall wollte weiter sprechen, wollte es noch einmal ruhig versuchen ihn dazu zu überreden zu gehen, doch um so mehr er darüber sprach, desto schwerer wurde ihm um die Brust. Er ließ seine Hand in den Nacken des magischen Wesens wandern und begann ein wenig geistesabwesend über seinen Haaransatz zu streichen, wie ein traumatisierter, verheulter Teenager, der sich zur Beruhigung seine Katze geschnappt hatte, deren Streicheln ihm half sich zu beruhigen. Wie lange sollte er sich noch selbst belügen? Er war überzeugt von dem, was er Bambi da entgegenbrachte, doch hatte er wirklich die Kraft so selbstlos zu sein? Wirklich die Härte ihn einfach weg zu schicken und das hier alleine zu Ende zu bringen? Nein...hatte er nicht. Sachte schüttelte Kaddy seinen Kopf bei dieser Erkenntnis und hielt ein weiteres Aufkommen eines Tränenschwalls knapp zurück, als er seine Hand von Bambis Schulter gleiten ließ, um sich den eigenen Handrücken auf die Mundpartie zu pressen, während er den Blick seiner immernoch glasigen Augen sinken ließ. Bald würde die Sonne hoch genug stehen, dass sie ihre Strahlen ins Schlafzimmer werfen würde und wenn sie nur noch ein wenig länger hier liegen würden, dann....musste er es nicht alleine durchstehen, doch konnte er Bambi wirklich um so etwas bitten? Dass er bei ihm blieb und ihm dabei zusah wie die Sonne ihm das Fleisch von den Knochen brannte? Kadall wusste wie fürchterlich soetwas aussah. Hin und her gerissen haderte er mit sich und seiner Entscheidung es der Sonne zu überlassen sein Leben zu nehmen, während er sich mit den Lippen über den Finger strich, an dem er normalerweise seinen Tageslichtring trug. Noch einmal wagte er es, den Blick zu Bambi zu heben, bevor er sich zu einem kleinen Nicken durchringen konnte. Nein, er würde dem Greif das nicht antun, er konnte es einfach nicht, lieber schluckte er seinen letzten, mikrigen Rest an Selbstachtung und Stolz herunter und ließ es zu sich zumindest jetzt von Bambi helfen zu lassen. "Kannst...du mir helfen auf zu stehen?", kam es so kleinlaut von dem Vampir, dass er anfänglich befürchtete, dass sein Gegenüber es gar nicht hören würde, doch er tat es, glücklicherweise, denn noch einmal zu fragen, hätte Kadall wahrscheinlich nicht mit sich selbst vereinbaren können. So ließ er es doch zu, dass der Uniformierte ihn aus seinem geplanten Grab hochzog, doch mit dem Laufen wollte es natürlich nicht mehr klappen. Ihm fehlten große und vorallem wichtige Teile seines Körpers, was sein Gleichgewicht vollkommen durcheinander warf, abgesehen davon dass er nun nur mehr ein Bein zur Verfügung hatte. Dieses Gefühl war einfach furchtbar, sein Gewicht so einseitig nur mehr auf einem Bein tragen zu müssen, weil...das Andere nun einmal einfach nicht mehr da war, weswegen er froher darüber war als erwartet, als Bambi entschloss, dass es wohl sicherer war ihn einfach zu tragen. Ein ganz leises Wimmer entlang dem Stiftzahn, als er seinen verbliebenen Arm haltsuchend auf der Schulter des Greifen ablegte und seinen Kopf auf der anderen Schulter bettete. Der Weg zum Bad war nicht weit, doch er nutzte diesen Moment um einfach die Augen zu schließen und die Nähe des Anderen in sich auf zu saugen, die er gerade mehr brauchte denn je. So schmiegte er sich an die Halsbeuge Bambis, der keine Wegbeschreibung brauchte und fand sich kurze Zeit später abgesetzt auf der Wäschetruhe wieder, wo er sich mit seiner gesunden Hand halbwegs aufrecht hielt. Kadall schämte sich sichtlich für seinen Zustand, nun noch mehr als zuvor, nicht nur weil er der Gnade und guten Handhabung des anderen Mannes ausgeliefert war, sondern weil er bald das gesamte Ausmaß der Zerstörung sehen würde, unverhüllt, ohne Glanz und Gloria, einfach sehen würde was mit ihm geschehen war. Ein schweres Schlucken ging durch die trockene Kehle des Nordmanns, der seinen Blick am Boden hielt, da er Bambi nicht einmal in die Augen sehen konnte, als er ihn von seinen zerfetzten Klamotten befreite. "I-ich...will nur, dass du weißt dass...also...nur weil du mir jetzt hilfst heißt...das ...nicht dass du es von nun an immer tun musst, okay? I-ich-".

@Bambi Leopold King <3




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#7

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 17.05.2018 21:28
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge

Dem Greifen fiel eine enorme Last von den Schultern, als seine Fähigkeit offenbar etwas Wirkung zeigte und sich der Vampir tatsächlich ein wenig zu beruhigen schien. Zumindest unterließ Kaðall weitere Versuche Bambi von sich fernzuhalten und auch wenn dies nur ein klitzekleiner Schritt in Richtung Besserung war, erleichterte es den Gefängnisaufseher ungemein. Es würde noch ein langer steiniger Weg vor ihnen liegen, aber insgeheim schwor sich Bambi bereits, dass er Kaddy dabei nicht alleine lassen würde. Sie würden das gemeinsam durchstehen, egal ob es nur Wochen oder sogar Jahre dauern würde. Und damit, dass der Vampir sich nun etwas beruhigte, hatten sie schon mal eine gute Basis geschaffen, auf der sie aufbauen können, obwohl sich Bambi nur ungern in die Gefühlswelt Kaddys einmischte. Aber wahrscheinlich war es besser so... alles war besser als...
Ein schweres Schlucken ging ihm durch die Kehle, als der Nordmann das Offensichtliche ansprach, dennoch wagte er es nicht ihm zu widersprechen. Es würde einfach nichts nützen ihm nun von der strahlenden Zukunft überzeugen zu wollen, dafür war das Hier und Jetzt einfach viel zu präsent und ließ jeden Funken Hoffnung auf eine heile Welt in einem tiefen schwarzen Loch untergehen. Viel mehr musste sich der Greif nun darauf konzentrieren, wie er es bewerkstelligen sollte den Weg zu ebnen, der Kaðall wieder zurück ins Leben bringen soll. Mit einer plötzlichen Berührung an der Wange wurde er aus seinen wilden Gedanken gerissen und sein Blick fokussierte sich wieder auf den Norweger. Auch in seinen Augen war der Glanz unter einem Film von Tränenflüssigkeit verloren gegangen, während er versuchte jegliche Tränen zu unterbinden, um vor Kaðall weiterhin den Harten spielen zu können. Er zeigte ein leichtes Nicken und presste die Lippen zusammen, ehe sein Nicken sich zu einem Kopfschütteln wandelte. "Nein, aber ich will.... Ich will dir helfen und ich mache es zu meiner Aufgabe dir zu helfen. Du kannst sagen was du willst, aber ich werde nicht gehen und dich im Stich lassen... das kann ich nicht." Auch wenn es egoistisch war, er würde es nicht zulassen, dass dieser Mensch, der ihm so wichtig geworden war, einfach verreckt. Selbst wenn es sein letzter Wunsch wäre, würde Bambi ihm diesen abschlagen und ihn mit aller Kraft am Leben erhalten. Nicht wegen so was - nicht wegen einem Anschlag oder was auch immer da auf dem Event passiert war, würde er seinen Liebsten verlieren. Mit einem Mal packte den Greifen so etwas wie ein Kampfgeist und als hätte der Vampir das gespürt, stimmte er ihm endlich zu. Zwar so leise, dass Bambi es beinahe überhört hätte, aber er willigte ein und das war das wichtigste. "Natürlich", summte er ihm beruhigten entgegen und ließ erneut ein kleines, aber diesmal aufrichtigeres Lächeln sehen, ehe er Kaðall dabei half aufzustehen und ihn kurz darauf vorsichtig auf den Arm nahm. Der Vampir war kein Fliegengewicht und doch um einiges schwerer als zum Beispiel Nore, weswegen Bambi etwas mehr Kraft aufwand, um ihn hochheben zu können... aber... so viel Kraft wie beim letzten Mal benötigte er nicht, weswegen er den Vampir etwas zu schwungvoll in die Lüfte hob. "Oh! Mh... hast du abgenommen?", kam es beinahe tonlos über seine Lippen, während er beide Arme schützend um Kaddys Körper bettete, um ihn sicher halten zu können. Glücklicherweise war der Weg zum Bad keine Odyssey und Bambi konnte den Verwundete schnell wieder absetzen, bevor er sich auch schon an dem Vampir zu schaffen machte und ihn von der störenden und zerfledderten Kleidung zu befreien. Im künstlichen Licht der Badezimmerlampe war das ganze Ausmaß an Verletzungen deutlich zu erkennen und auch Bambi musste schwer schlucken, als er das ganze Blut und die Wunden sah, die noch nicht alle ganz verheilt waren. Er konnte sehr gut nachvollziehen, dass sich Kaðall für sein Aussehen schämte... Ihm selbst war es damals nicht anders ergangen, mit dem feinen Unterschied, dass er aber noch alle Gliedmaßen besaß... Ein Geschenk, das dem Norweger verwehrt geblieben war und dessen Wert Bambi erst jetzt wirklich zu schätzen lernte. Dennoch machte sich ein dumpfer Schmerz in seiner Magengrube breit, als er sah, wie viel der Vampir eingesteckt hatte und aus irgendeinem unerfindlichen Grund machte er sich dafür verantwortlich. Hätte er das verhindern können? Hätte es eine Möglichkeit gegeben Kaddy davor zu bewahren? Nach einiger Zeit brach der Vampir die Stille und seine zittrige Stimme jagte Bambi einen Schauer über den Rücken, weswegen er kurz in seinen Bewegungen verharrte und dann den Blick auf das Gesicht seines Gegenübers legte. "Shhh~ Das ist okay. Ich helfe gern. Mach dir darüber keine Gedanken, ja?" Nachdem er Kaddy aus seinen Kleidern befreit hatte, schnappte sich Bambi einen Waschlappen und hielt ihn einen Moment unter lauwarmes laufendes Wasser, ehe er sich wieder dem Norweger zuwandte. "Sag Bescheid sollte ich dir wehtun, okay? Ich bin auch ganz vorsichtig", versicherte er ihm noch und begann dann damit das getrocknete Blut aus dem Gesicht des Vampirs zu waschen, wobei er mit der einen Hand langsam den Waschlappen über die Stirn gleiten ließ und mit der anderen etwas Widerstand im Nacken leistete. Langsam aber sicher tastete sich der Greif so bis runter zu den Schultern, wo er allerdings erst die Seite reinigte, an der noch ein intakter Arm ruhte, die andere Seite ließ er zunächst aus. Es war schon mutig genug von Kaddy, dass er das überhaupt mit sich machen ließ und nur weil der Nordmann ihm den kleinen Finger reichte, musste Bambi nicht direkt am ganzen Arm zerren und auf Biegen und Brechen etwas erzwingen. "Wie... wie bist du überhaupt hier her gekommen?"

@Kaðall Ægir Grímsson

Der Vampir war kein Fliegengewicht und doch um einiges schwerer als zum Beispiel Nore, weswegen Bambi etwas mehr Kraft aufwand, um ihn hochheben zu können... aber... so viel Kraft wie beim letzten Mal benötigte er nicht, weswegen er den Vampir etwas zu schwungvoll in die Lüfte hob. "Oh! Mh... hast du abgenommen?", kam es ihm leise aber frech über die Lippen, während er beide Arme schützend um Kaddys Körper bettete, um ihn sicher halten zu können.



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
zuletzt bearbeitet 18.05.2018 01:22 | nach oben springen

#8

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 18.05.2018 12:14
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

..."Wieso?", war alles was dem Vampir über die Lippen kam, als Bambi bekräftigte ihm helfen zu wollen, denn er verstand es einfach nicht. Es war eine unschuldige Frage, eine aufrichtige Frage und kein Haschen nach Komplimenten. Man merkte es dem Blutsauger so im Alltag niemals an doch wenn es still um ihn wurde und er ganz alleine war, so wurde ihm immer wieder schmerzlich bewusst, wie wenig er sich von sich selbst hielt und wie die Meinung seines Vaters damals über ihn, immernoch schwer auf seinem Selbstbewusst sein lag. Deswegen feierte Kadall unendliche Parties, deswegen wollte er niemals für sich sein und auch deswegen nahm er normalerweise Reißaus, wenn ihm Jemand emotional zu nahe kam. Hier hatte er jetzt allerdings keine Wahl mehr er...konnte diesmal nicht weglaufen, weil er wahrscheinich überhaupt nie wieder irgendwohin laufen würde.
So stimmte er schlussendlich zu und fügte sich seinem Schicksal. Er würde also heute nicht in der Sonne verbrennen, doch seinen Tageslichtring, ließ er dennoch unkommentiert liegen, vielleicht vergaß er es auch einfach als der Greif ihn aus dem Bett zerrte. Es war vermutlich noch schwerer als sonst, da er weder richtig die Beine um ihn schlingen konnte, geschweigedenn sich anständig an ihm fest zu halten. Der Wärter warf ihn allerdings fast schwungvoll in die Luft, was den Vampir im ersten Moment total überforderte, weswegen er sich wie eine verunsicherte Katze an ihn drückte im ersten Moment, doch als er den kleinenn Scherz des Greifen hörte, blinzelte er einige Male, bevor sich tatsächlich ein kleines Lächeln auf seinen gepeinigten Zügen abzeichnete, was ihm allerdings nur erneut die Tränen in die Augen treten ließ. Vielleicht war das der Grund, wieso er sich so an seine Halsbeuge schmiegte und seinen Nasenrücken sachte über den Stoff seines Oberteils streichen ließ. Allein Bambis Duft beruhigte ihn, seine Nähe war wie Balsam für seine Seele, auch wenn er es nicht zugeben wollte. So ließ sich der Stiftzahn aus dem Schlafzimmer heraus, ins Badezimmer tragen, wo er sich dem grellen Neonlicht ergeben musste. Hier konnte man echt nichts mehr verschleiern oder kaschieren, das hier war kein Veillchen am Auge und schön zu reden war hieran auch nichts mehr.
Als Bambi anfing ihn aus zu ziehen, hielt Kadall beklommen den Blick seiner glasigen Augen abgewandt, dass man ihn so sah tat ihm wahrscheinlich sogar mehr weh als die Tatsache, dasss er verletzt worden war, oder einen Kampf verloren hatte, doch das war nun einmal nicht zu ändern. Normale Verletzungen heilten bei gesättigten Vampiren im Handumdrehen, doch solche großen Wunden, gerade wenn gar nichts mehr da war was zusammenheilen hätte können, sah die Sache schon ein wenig anders aus. Er blutete zwar nicht mehr, doch man hätte ihm die abgetrennten Gliedmaßen wieder annähen müssen, damit sie vollständig und korrekt verheilen und wieder zusammenwachsen würden. Deswegen grämte es ihn immernoch, dass Penny und Kean einfach entschieden hatten, dass sie gehenn mussten. Hätten sie ihn es doch versuchen lassen! Er wäre beim Kampf um seine Gliedmaßen wahrscheinlich entgültig in Teile zerfetzt worden, doch...im Moment wirkte das auf ihn beinahe besser als so leben zu müssen. "Es...tut nicht mehr weh", murmelte der Vampir nur ganz leise und abwesend vor sich hin, während er die Augen schloss um nicht sehen zu müssen wie leidend Bambi ihn ansah, wie mitleidig. "Penny und Kean...haben mich hergebracht ich-...ich wollte nicht mehr zurück ins Hotel", gestand er leise, bevor er etwas den Kopf schüttelte. "Raphael...wird mich so nicht mehr haben wollen...ein verkrüppelter Vampir, das ist doch...einfach lächerlich", kam es ihm bitter, wenn auch mit zerknirschtem Lächeln über die Lippen, doch an dieser Aussage war etwas Wahres dran, das musste auch Bambi zugeben, denn Vampire galten allgemein hin als wunderschön und markellos, allein diesem Faktum ist es schließlich auch zu verdanken, dass sie in Sachen Verführung so erfolgreich waren. Wie sollte Kadall denn jemals Jemanden verführen, wenn er aussah als hätte er beim Texas Chainsaw Massaker die Hauptrolle gespielt? "Ich kann nicht mehr jagen...nicht mehr arbeiten...ich wäre einfach nur eine Bürde für ihn...wieso sollte er mich behalten?...deswegen...wollte ich es vorhin beenden, bis...bis du kamst", gestand der Norweger leise aber ehrlich, während er sich mit dem Daumen über den Fingerrücken strich an dem für gewöhnlich sein Tageslichtring saß. "Ih- ich will nicht dass mich die Leute so ansehen als...als wär mein Leben schon vorbei wenn ich doch noch lebe...penny hat mich auch so angesehen und du-", seine tränennassen Augen wanderten nun endlich wieder zu dem Mann der vor ihm kniete, "Du hast mich einmal angesehen, als wäre ich der strahlenste, kostbarste Diamant, den du je gesehen hast....und keine traurige, zerbrochene Erinnerung daran...wenn...wenn das meine Zukunft ist, dann...dann will ich sie nicht, B...kannst du das nicht verstehen?". Seine Stimme war so dünn von den Emotionen die er zurück zu halten versuchte, doch wie sollte er das schon tun? Es war vorbei mit der lebenslustigen, fröhlichen Kaddykätzchen - zumindest fürs Erste. Die restliche Zeit über schwieg der Vampir einfach, er antwortete nicht mehr, egal was Bambi ihn fragte oder sagte, er blockierte einfach alles und ließ sich handhaben wie eine geborstene Porzellanpuppe. Erst als das Tönen seines Handys erklang, ging ein sachtes Blinzeln durch seine feuchten Wimpernkränze. Als Bambi aufstand um es zu suchen, sah der Vampir ihm kurz hinterher, doch der Greif wusste wohl, dass er mit Niemandem reden wollte. Der Wärter hatte zuvor erfahren wie unsagbar belastend das war, wenn man wusste es war etwas geschehen aber Niemand hebte ab, weswegen er wohl entschied den Anruf entgegen zu nehmen. Kadall verstand nicht ganz um was es in dem Gespräch ging, oder wer der Anrufer war, doch zu seinem Glück war es Matty, dem der Greif die Situation schilderte. Dass er seinen Strigori nur wenige Stunden später sehen würde, ahnte der deprimierte Vampir also nicht, als Bambi zurückkam und er zu ihm aufsah wie ein misshandelter Hund. "Mir....mir ist kalt", murmelte er nur ganz leise hervor, doch ging nicht einmal der Hauch eines Zitterns durch den massakrierten Körper des Älteren.

@Bambi Leopold King




"and some days I will get too close until it drags me into its abyss and I emerge as a new animal, carrying every drowned ghost between my teeth"


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#9

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 24.05.2018 00:43
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge

In diesem Moment hatte Bambi mit allem gerechnet - mit jeder Reaktion, aber nicht mit dieser Frage, weswegen sie ihn für einen kurzen Augenblick vollkommen aus dem Konzept brachte. Warum? Ja, warum eigentlich? Dem Greifen war durchaus bewusst, dass der Grund für seine Hilfsbereitschaft in diesem Falle lediglich der puren Egoismus seinerseits war. Dieses Mal war es keine selbstlose Aufopferung einfach um des guten Willens wegen, die ihn antrieb, sondern reiner unverfälschter Egoismus. Er liebte den Vampir und er wollte ihn keinesfalls verlieren... Daran würde er eingehen wie eine Zimmerpflanze, die seit Wochen nicht gegossen wurde. Eigentlich wusste er, dass das nicht angebracht war. Er konnte nicht einfach Gott spielen und über das Leben eines Anderen bestimmen, doch auch wenn seine Intentionen falsch waren, so würden sie dennoch zum erwünschten Ergebnis führen, deswegen entschied er sich dazu diesem Weg zu folgen. Wer konnte in einer solchen Situation schon zwischen 'Richtig' und 'Falsch' differenzieren? "Warum?", wiederholte Bambi noch einmal die Frage des Nordmanns und lächelte matt. "Weil ich dich liebe, Babe... I-ich hab mich in dich verliebt und daran wird wohl nichts etwas ändern können... Dir soll es gut gehen, Kaddy... Das wünsche ich mir für dich und da werden wir jetzt gemeinsam drauf hin arbeiten~", gestand er Kaðall mit fester aber ruhiger Stimme und blinzelte langsam, doch wirklich überzeugt davon schien der Ältere nicht. Auch wenn er über Bambis eher unangebrachten Witz gelacht hatte, zeichnete sich auf seinem Gesicht noch immer deutlich die Qual ab, die auf ihm lastete und es dauerte auch nicht lange, bis er dieser Qual mit hauchdünner Stimme Ausdruck verlieh. Noch immer reinigte der Greif die unzähligen Wunden des Vampirs, wobei er dessen Worten lauschte und dabei die Luft anhielt. Er ließ Kaddy sprechen und er erwiderte nichts, denn letztendlich könnte nur der Vampir selbst sich retten. Soll er all seinem Unmut Luft machen, soll er in die Welt hinausschreien oder weinen, bis ihm jeder Muskel schmerzte, soll er tagelang schweigen oder Bambi so lange mit Worten überschwemmen, bis dem Greifen die Ohren bluten - alles, hauptsache es würde ihm danach besser gehen. Egal für was sich der Norweger entscheiden würde, Bambi würde sich hütem ihm Steine in den Weg zu legen - zumindest so lange Kaddy sich nicht doch für etwas entgültiges entscheiden würde...
Schweigend sog der Greif jedes einzelne Wort in sich auf wie ein Schwamm, bis keine mehr kamen und Stille die beiden umhüllte. Wie gerne hätte er jetzt etwas gesagt, einfach nur damit diese bedrückende Ruhe endlich aufhörte, aber er blieb standhaft und schweigte weiterhin, ehe er sich aufrichtete und den Waschlappen im Spülbecken auswusch, als plötzlich ein lautes Klingeln ertönte. Zuerst erschreckte sich Bambi über den urplötzlichen Lärm, dann machte er sich wortlos auf die Suche nach der Quelle des Klingelns und fand diese letztendlich in Form von Kaddys Telefon, bevor er sich einfach dazu durchrang dranzugehen. Das folgende Gespräch mit Matthew O'Cuinn dauerte nicht lang, höchstens eine Minute, dann war alles gesagt, was gesagt werden musste. Der Greif kannte den Hexer zwar nicht, dennoch fühlte er sich ihm auf eine seltsame Art und Weise verbunden und er war unbeschreiblich glücklich als Matthew meinte er würde sich dem Vampir bald annehmen, auch wenn das bedeuten würde, dass Bambi sich dann erstmal zurückziehen sollte... Es würde ihm nicht leicht fallen zu gehen, doch er hatte Kaðall schon öfter über den Hexer reden gehört, weswegen er wusste, dass Matthew ihm gut tun würde~
Nach dem Gespräch kehrte der Uniformierte zurück ins Bad, aber nicht ohne vorher noch einmal tief durchzuatmen, ehe er erneut mit dem schrecklichen Aussehen des Vampirs konfrontiert wurde. Kaddys Aussage ließ ihn erschaudern, bevor er kurz den Blick senkte. "Oh, ja, das glaub ich... tut mir leid...", entschuldigte er sich für seine Unachtsamkeit. "Warte kurz." Wieder verschwand er für einen Augenblick, dann kam er mit seiner Tasche zurück, die er zuvor vor dem Schlafzimmer abgestellt hatte und kramte aus dieser sein Sweatshirt, nur um es kurz darauf direkt dem Vampir anzuziehen. Sicherlich hätte er auch ein Oberteil aus Kaðalls Schrank holen können, doch seine Tasche stand griffbereit und außerdem sah Kaddy in seinen Klamotten immer unglaublich gut aus. Nachdem der Vampir also nun wieder einigermaßen eingekleidet war, hievte der Greif ihn von der Wäschetruhe und trug ihn vorsichtig zurück ins Schlafzimmer, wo er ihn auf dem Bett wieder absetzte und dann neben ihm Platz nahm. "Brauchst du noch irgendwas? H-hast du vielleicht... Durst?", erfragte er ganz leise die Bedürfnisse Kaddys und lächelte sanft. "Ich kann dir auch was zu essen machen, wenn du willst?"

@Kaðall Ægir Grímsson



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#10

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 24.05.2018 02:10
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

Er liebte ihn?
Die ganze Zeit über, hallten diese Worte des Greifen immer wieder in seinem Kopf wieder und hätte er es dem Vampir nur einen Tag früher gesagt, so wäre er ihm wohl laut quietschend um den Hals gefallen und hätte ihn in glücklicher Überschwänglichkeit direkt umgerissen, doch dieses Geständnis traf den zerrütteten Vampir so unerwartet und schwer, dass er gar nichts darauf erwiederte und es so wirkte, als hätte er es gar nicht gehört, doch das hatte er. Vielleicht war es gerade der Grund, dass er genau so empfand wie Bambi, dass es ihn so mitnahm. Was sollte er denn nun tun? Ihm ebenso gestehen, Gefühle für ihn zu haben und ihn damit dazu verdammen mit ihm zusammen zu sein? In seinem Zustand? Das erschwerte es dem Blutsauger nur noch viel mehr, der ohnehin gerade jeglichen SInn im lebendig sein aus den Augen verloren zu haben schien.
Kadall war generell ein sehr emotionales Wesen, dass gerne mal furchtbar theatralisch wurde, nur weil es sich den kleinen Zeh am Sofatisch gestoßen hatte, doch das momentan, war alles nur nicht überzogen. Der immer lächelnde Dauergrinser hatte seinen Frohsinn genau so auf dem Schlachtfeld gelassen, wie seine Gliedmaßen und im Moment fühlte es sich nicht so an, als würde es jemals wieder gut werden. Als Bambi nach dem Telefonat zurückkam, war der Nordmann kurz versucht zu fragen wer es denn gewesen war, doch als der Greif seine Tasche holte und ihm Kleidung von sich anzog, lenkte ihn das so sehr ab, dass er es vollkommen vergaß zu erfragen. Irgendwie schien es Kaddy auf zu heitern, dass er Kleidung des vermeintlich Älteren tragen konnte, denn zumindest hörte er auf Tränen zu vergießen und sah sogar recht munter zu dem Greifen auf, als er sich erhoben hatte, um ihn zurück ins Schlafzimmer zu bringen. Erneut schmiegte sich der mitgenommene Unsterbliche an den kräftigen Mann, als würden sie sich nach dieser Nacht nie wieder sehen, doch ließ er sich absetzen, als sie das Bett erreicht hatten, wo er leise aufschniefte und den Blick seiner glasigen, blauen Kulleraugen erneut zu Bambi empor lenkte. "...Willst du mir gerade anbieten, dass ich dich beißen darf?", kam es nur ganz kleinlaut von dem Nachtschwärmer, der zuvor noch nie daran gedacht hatte einmal von dem Greifen zu trinken, ganz einfach weil...es etwas sehr Intimes für ihn war. Entgegen der Annahme Vieler, war Kaddy in diesen Dingen sehr eigen. Wenn er Blut von Jemandem trank, dann brachte er die Person damit meistens um, er tat es um sich etwas zu nehmen, um zu jagen, sich simpel zu ernähren, er war ein brutaler Jäger auch wenn man es ihm nicht ansah, doch gerade das machte ihn so unheimlich. Blut geschenkt zu bekommen war eine Seltenheit für ihn und die Einzigen von denen er auf diese Weise einmal getrunken hatte, waren Raphael und Matty. Der Greif konnte das natürlich nicht wissen, doch es war für den brünetten Norweger etwas Besonderes, weswegen er verlegen den Blick abwandte und sich seitlich gegen den Arm des Jüngeren lehnte. "Du...weißt, dass es dich von mir abhängig macht, oder? aber...uhmn...es fühlt sich gut an, keine Sorge es tut nur ganz kurz weh", nuschelte Kaddy nur ganz leise hervor, als würden sie ein Aufklärungsgespräch führen, doch im Grunde war es das ja auch. Ob Bambi schon Jemals gebissen worden war? Nachdem er zugestimmt hatte sich von ihm beißen zu lassen, rutschte er mit Bambis Hilfe auf dessen Schoß und schluckte ein wenig trocken, während er seine Fingerspitzen der verbliebenen Hand, sachte über seine Wange streichen ließ. "Entspann dich einfach, okay? Ich-...ehrlich gesagt, hab' ich mir schon lange gewünscht, dass wir das mal tun", gestand Kadall dem Wachmann leise, er lächelte sogar ein wenig, auch wenn es immernoch traurig wirkte, bevor er versuchte ein wenig näher an ihn heran zu rutschen. Dass der Greif ihm dabei entgegenkam, half ungemein. Bambi gerade so nahe zu sein, ließ des Vampir zittrig durchatmen, während er seine hand durch das dichte Haar seines Liebhabers streicheln ließ und einen Blick zum Fenster warf. Sie Sonne ging auf. Sachte schlug er seine tränenbenetzten Wimpernkränze nieder, bevor er seine Zunge über die Halsbeuge des Greifen wandern ließ, um dessen Haut an jener empfindlichen Stelle zu betäuben, bevor er behutsam zubiss, sofern man so etwas behutsam tun konnte. Ein wohliges Seufzen entkam dem Blutsauger, als der rote Lebenssaft seine Mundhöhle füllte und für einen Moment drückte er seine Schenkel etwas kräftiger zusammen, während er den Nacken des Gefängniswärters kraulte. Dass Bambi so süß schmeckte, hätte der Nordmann nicht erwartet und obwohl er für gewöhnlich ein sehr gieriger Trinker war, ließ er nach einigen Schlucken von dem Greifen ab, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster herein fielen. "Ich liebe dich auch, das....das hab ich schon immer, seitdem-", der Vampir unterdrückte einen Schmerzenslaut in einem erstickten aufatmen, als die Sonne anfing ihm die Haut zu verbrennen wie dünnes Papier, "- ich-...dich zum ersten Mal gesehen hab'...erinnerst du dich- hng~...noch daran?". Es fiel dem Norweger sichtlich schwer zu sprechen, da die Sonne ihn mit solchen Schmerzen strafte, dass er am Liebsten losgeschrien hätte, doch er versuchte den Greifen auf dem Bett unter sich zu halten, damit er es nicht verhindern konnte, während sich das Licht durch seine Haut fraß. So egoistisch wie Bambi dachte zu sein, so selbstlos wollte Kaddy handeln. Er wollte lieber verbrennen als den Mann den er liebte dazu zu verdammen bis zu seinem Tod mit so...etwas wie ihm zusammen sein zu müssen und obwohl ihm Gliedmaßen fehlten, hatte ein Vampir nun einmal viel Kraft, vorallem wenn er getrunken hatte. Dennoch, egal ob er viel Kraft hatte oder nicht, er hatte noch nie zuvor solchen Schmerz empfunden wie in diesem Moment. Sogar seine Gliedmaßen zu verlieren war ironischerweise ein Kinkerlitzchen dagegen gewesen, was wohl erklärte wieso er Bambi so umklammerte. "Bitte vergiss mich nicht, okay?", entkam es dem vermeintlich Jüngeren erstickt und kaum verständlich, er begann durch den Schmerz so zu beben, dass er die Kontrolle über seinen Körper verlor, während die kleinen Rauchschwaden seines verbrennenden Körpers das Zimmer erfüllten, doch just in dem Moment ging die Tür des Apartments erneut und ein fröhlich geflötetes 'hallo' hallte durch den Gang, typisch für Matty, doch es wurde mit den Schmerzensschreien des Vampirs beantwortet, was den Hexer schneller hatte werden lassen als erwartet. Wäre @Matthew O`Cuinn nur ein paar Minuten später eingetroffen, wäre Kadall wohl nur mehr ein Häufchen Asche gewesen, doch Matty hatte schnell reagiert und die Vorhänge im Zimmer zugezogen. Kadall protestierte in Verzweiflung, er schrie den Hexer regelrecht an, dass er das nicht machen könne, dass sie nicht entscheiden durften, doch langsam fehlte dem Vampir die Kraft sich noch mehr gegen sein Schicksal zu sträuben, als er es ohnehin bereits getan hatte. Er hätte es durchgezogen, wenn sie ihn nur lassen würden! Doch wer hätte es auch nicht zu verhindern versucht, wenn sich Jemand vor den eigenen Augen versuchte lebendig zu verbrennen? Und das wäre unweigerlich passiert, wenn die Sonne noch ein paar Minuten länger auf ihn herabgeschienen hätte, ohne dass er den Tageslichtring trug, den der O`cuinn ihm auf seinen versengten Finger zwang, nachdem Bambi sich endlich von ihm befreit hatte und er erneut auf der Matratze gelandet war. Wie im Wahn begann der Vampir auf seinen Paktpartner ein zu reden, er flehte ihn regelrecht an ihn gehen zu lassen, doch wie zu erwarten war, hatte der gutmütige Hexer das natürlich niemals vor, egal wie sehr der Norweger darum bettelte. Von ihm konnte er also auch keine Unterstützung in seinem Vorhaben erwarten, dieses irdische Dasein endlich hinter sich zu lassen. Matty versuchte seinen besten Freund weiter zu beruhigen, da er so nicht würde arbeiten können, während er Bambi bat draußen zu warten. Er schien es dem Greifen an zu sehen, dass er mit den Nerven wohl am Ende war und so schlug er ihm vor sich einfach im Wohnzimmer aufs Sofa zu begeben, Kaffee zu kochen, oder sonst etwas zu tun was ihn ablenken würde, denn für die nächsten Stunden würde der Hexer mit seiner 'Arbeit' beschäftigt sein. Kadall wusste genau so wenig was er zu erwarten hatte, wie es Bambi wusste, als der O`Cuinn seinem Sonnenschützling in einigen Stunden mühseeliger Arbeit...doch tatsächlich ein paar neue Gliedmaßen verpasste. Da das Ganze nicht gerade schmerzfrei von Statten gegangen war und Kaddy sowieso mitgenommen war, schlief er als Matty seinen Kopf aus der Tür steckte um nach Bambi zu sehen, doch ob Dieser noch da war oder schon fluchtartig das Weite gesucht hatte, war unklar.

@Bambi Leopold King




"and some days I will get too close until it drags me into its abyss and I emerge as a new animal, carrying every drowned ghost between my teeth"


zuletzt bearbeitet 24.05.2018 02:15 | nach oben springen

#11

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 12.06.2018 02:56
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge

"Das ist mir egal", kam es dem Greifen trocken über die Lippen, nachdem er sich mit Kaddy wieder auf das Bett gesetzt hatte und dieser ihn über die Folgen des Bisses aufklärte. Der Aufseher war gerade zu allem bereit, insofern es zu Kadalls Wohlbefinden beitragen würde, weswegen er auch eine Abhängigkeit in Kauf nehmen würde. Nachdem er einmal tief durchgeatmet hatte, brachte er sich in Position und half dann dem Vampir dabei sich ordentlich hinzusetzen, ehe er ein seichtes Lächeln sehen ließ. "Wirklich? Na dann nur zu~", bestärkte er Kaddy noch, bevor dieser sich auch schon an ihm zu schaffen machte und er hatte tatsächlich recht. Verdammt, das war ein wundervolles Gefühl! Bambi entfleuchte ein überraschtes Keuchen wobei er den Rücken durch drückte und wie in Trance die Augen schloss. Die Emotionen die ihn mit einem Mal überschwemmten waren dermaßen überwältigend, dass er in der kurzen Zeit gar nicht wirklich begriff, was er überhaupt fühlte und noch bevor er sich einen Reim daraus machen konnte, war es auch schon vorbei. "...fuck", fluchte der Greif leise aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht, während er etwas benommen nach Kaddy Hüfte angelte um sie letztendlich sanft zu umgreifen und seine Finger unter das Shirt zu schieben. Während er ihn langsam streichelte und im Unglaube den Kopf schüttelte. "Das war... atemberau-", wollte er den Norweger gerade für dieses außergewöhnliche Erlebnis loben, aber so weit kam er gar nicht, denn Kaddy fiel ihm ins Wort. Erneut schlich sich ein Lächeln auf die Lippen des Gefängniswärters, aber lange hielt die Freude über die Liebesbekundung seines Partners nicht an. Zunächst verstand Bambi nicht so recht was gerade passierte, dafür war er einfach noch zu überwältigt von diesem regelrechten Rausch, weswegen er die Stirn in Falten legte und überfragt zu dem Älteren aufblickte. Das was Kaddy da von sich gab... das passte nicht zu seinem Gesichtsausdruck, oder etwa doch? Schmerzte es ihn so sehr dem Greifen seine Liebe zu gestehen? Nein... nein, das konnte es nicht sein. Irgendetwas wiederfuhr dem Vampir, aber bevor Bambi überhaupt so weit war und begriff was genau, war es bereits zu spät und Kaddy drückte ihn mit aller Kraft nieder. Sofort schossen ihm Tränen in die Augen, während er gleichermaßen versuchte Kaddy von sich runterzubekommen und seinen Blick von der brennenden Haut abzuwenden, weswegen er den Kopf panisch von einer Seite auf die andere warf und dabei beinahe schon kleinlaut darum winselte, dass Kaddy damit aufhörte, wie ein Kind, das mit ansehen musste, wie sich seine Eltern prügelten. "Hör auf! ....Kaddy.... Bitte hör auf!", perlte es japsend von seinen Lippen, aber egal wie sehr er versuchte gegen den Vampir anzukommen, er hatte keine Chance. Kadall war einfach stärker und so gab er sich nach einer gefühlten Unendlichkeit einfach seinem Schicksal hin... Als hätte sich ein Schalte umgelegt, ließ er all seine Muskeln erschlaffen und blickte in purem Entsetzen zu dem Nordmann auf. Die Flammen und die Schreie betäubten ihn regelrecht. Sie hinderten ihn daran auch nur den kleinen Finger zu rühren - nicht einmal seine Augen konnte er schließen. Das wars. Das war das Ende. Nun würde er ihn endgültig verlieren. Doch just in dem Moment als er sich damit abgefunden hatte, tauchte Matthew im Zimmer auf, reagierte blitzschnell und zog die Vorhänge zu. Noch einige Zeit blieb der Greif reglos liegen und starrte an die Decke, während Kaddy begann gegen die Rettung zu protestieren, ehe er sich aus seiner Starre befreien konnte, sich auf die Bettkante setzte und den Kopf hängen ließ. Er wusste nicht ob und was er sagen sollte... wie er sich fühlen sollte und was er nun machen sollte, deshalb saß er einfach da und hielt den Atem an, bevor er plötzlich nach Luft schnappte, als hätte er nach einer Ewigkeit unter Wasser endlich die rettende Wasseroberfläche erreicht und wäre so dem Ertrinken entkommen, ehe Matty ihn auch schon hinaus komplimentierte. Mit einem apathischen Nicken stimmte der Greif zu, erhob sich und verließ das Schlafzimmer, aber nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte, verharrte er im Flur und starrte stumpfsinnig gegen die Wand. Er hat wirklich versucht... sich umzubringen... Er wollte wirklich sterben... Das war der einzige Gedanke, den Bambi gerade fassen konnte und er wiederholte sich wie eine gesprungene Schallplatte - immer und immer wieder. Ein Gefühl der Unwirklichkeit machte sich in ihm breit... eine Taubheit. Die Zeit stand still, ebenso wie Bambi selbst, der sich erneut in einer Starre wiederfand. Er wollte sterben... und ich konnte ihn nicht einmal davon abhalten... Er fühlte gerade so viel und rein gar nichts gleichzeitig, während seine Gedanken unbemerkt abschweiften - zu dem Tag an dem er seinen Onkel und dessen Familie fand und Nathan, vollkommen traumatisiert und entstellt. Ihm war dieses dumpfe Gefühl nicht unbekannt, denn an diesem Tag hatte er es zum ersten Mal und hatte eigentlich gehofft es nie wieder haben zu müssen. Mit einem abwertenden Schnauben schüttelte er den Kopf. "Hat super funktioniert...", murmelte er leise zu sich selbst und spürte erneut, wie ihm die Tränen kamen. "Verdammt!", knurrte er zwischen seinen zusammengepressten Zähnen hervor und machte einen großen Schritt auf die Wand zu. "Fuck!", fluchte er weiter, ballte beide Hände zu Fäusten und schlug mit ihnen kräftig gegen die Wand. "Fuck! ... Fuck! ... Fuck!", knurrte er immer wieder und schlug jedes Mal fester zu, bis er sich die Knöchel wund gescheuert und sich einige Tränen ihren Weg über seine Wangen gebahnt hatten, ehe er sich langsam an der Wand runter sinken ließ, das Gesicht in seinen Händen vergrub und mit bebenden Muskeln ausharrte, bis er in dieser Position in einen leichten traumlosen Schlaf glitt, als wäre sein Körper runtergefahren worden, wie ein Computer, der hängengeblieben war.
Bambi wusste nicht so recht wie lange er geschlafen hatte, aber als Matty seinen Kopf aus der Schlafzimmertür steckte und ihn aufweckte, fühlte er sich nur noch geräderter als vorher, weswegen er sich einige Male mit der Handfläche durch das Gesicht und die Haare fuhr und dabei versuchte die getrockneten Tränen wegzuwischen, ehe er sich etwas benommen aufrichtete und dem Hexer ein mattes Lächeln schenkte. "Danke..." Mehr kam ihm nicht über die Lippen. Am liebsten hätte er eine Danksagung ausgesprochen, die jeden Roman in den Schatten hätte stellen können. Er war dem O'Cuinn wirklich unsäglich dankbar dafür, dass er Kaddy vor dem sicheren Tod bewahrt hatte, aber gerade konnte er einfach nicht reden. Er hatte noch immer diese dumpfe Gefühl und stand wortwörtlich neben sich, als hätte seine Seele seinen Körper verlassen und würde diesem nun beim Handeln zusehen. Als Matthew ihm dann sagte, dass Kaddy gerade am schlafen war, schloss er für einen Moment die Augen und nickte langsam. "O-okay..." Unsicher darüber, was er nun machen sollte, presste er sich mit dem Rücken wieder an die Wand und atmete einige Male tief durch, ehe er all seinen Mut zusammen nahm und langsam und mit zitternden Knien das Schlafzimmer betrat, wobei seine trüben Augen auf Kaddys ruhenden Körper lagen. "Wa- Matthew, oh mein Gott", entkam es ihm flüsternd, aber überaus überrascht, als er die neuen metallenden Gliedmaßen des Vampirs erblickte, bevor er sich ganz vorsichtig auf das Bett sinken ließ und sich erschöpft neben ihm zusammen kauerte. Er hätte gerne gewusst, wie Matty das gemacht hatte, aber jedes Wort das er sprach zerrte so sehr an seinen Kräften, dass er lieber still blieb. Er würde sich definitiv nochmal ordentlich bei dem Hexer bedanken, aber nicht jetzt... Stattdessen legte er sanft einen Arm um den Vampir und streichelte ihm mit dem Daumen über die Wange, während sich seine Lider wieder senkten, doch dieses Mal schlief er dabei nicht ein, er wollte diesen Moment nicht verschlafen, er wollte es einfach nur genießen, dass er noch immer neben Kadall liegen, dessen Haut unter seinen Fingern und die Wärme spüren konnte, die von seinem Körper ausging. Er sog regelrecht jedes Lebenszeichen von dem Nordmann auf wie ein Schwamm, wobei er nicht vermeiden konnte, dass schon wieder Tränen seine Wimpern benetzten, ehe er leise anfing zu schluchzend - vor Freude darüber, dass der Vampir noch immer am Leben war...

@Kaðall Ægir Grímsson



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#12

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 13.06.2018 22:38
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

Wie verzweifelt musste eine Person schon sein, um sich selbst zu verbrennen bei vollem Bewusstsein? Wie hoffnungslos musste sich Jemand fühlen, der zu so einer drastischen Tat fähig war? Bambi musste es leider am eigenen Leib erfahren, auch wenn Kadall sich das nicht gewünscht hatte. Er hatte nicht gewollt, dass der Greif das mit ansehen musste, aber er wusste er hätte ihn aufgehalten, wenn er ihn nicht überwältigt hätte. Es war unglaublich grausam und egoistisch gewesen so zu handeln, doch so war der Nordmann nun einmal. In gewisser Weise waren alle Vampire in einem Punkt in ihrem Leben sehr egoistisch, doch sich selbst zu geiseln kam eher seltener vor. Dass das Ganze den Gestaltwandler ungemein mitnahm, war kein Wunder, jeder hätte so reagiert, selbst wenn er den Vampir nicht kannte, der sich da selbst verbrannte. Allein diese Geräusche, der Geruch, das waren Dinge die einen bis in die Alpträume verfolgte. Die Pause hatte sich der Greif definitiv verdient und Kadall war erst einmal in Sicherheit. Durch seinen neuen Umstand konnte er nicht mehr aufstehen um die Vorhänge auf zu ziehen, selbst wenn er seinen Ring erneut abstreifen sollte, hätte er keine Möglichkeit seine abscheuliche Tat noch einmal zu wiederholen, weswegen Matty wohl auch keine Bedenken hatte die Beiden alleine zu lassen. Er hätte sich wohl gerne ein wenig um den traumatisierten Wärter gekümmert, doch er dachte sich vermutlich, dass sie ein wenig Zeit für sich brauchten und es...vielleicht ein oder zwei Dinge zu klären gab. Kadall hatte von all dem Nichts mitbekommen, der Schmerz der Verbindung mit den magischen neuen Gliedmaßen, hatte ihn entgültig ausgeknockt und momentan kämpfte sein Körper gegen ihre Präsenz an, was ihn in einen fiebertraumähnlichen Zustand versetzte. Er sah alles Andere als gut aus, mit seinen langsam verblassenden Verbrennungen und dem kalten Schweiß auf der Stirn, doch immerhin lebte der Vampir und das war in der momentanen Situation ja schon eine ganze Menge. Er nahm kaum war, dass Bambi sich zu ihm legte, er war am Ende seiner Kräfte, er konnte nicht einmal die Augen öffnen, doch er konnte ihn riechen. Dies war ein Sinn eines Vampirs, der nicht so leicht zu unterbinden war, weswegen Kaddy zumindest unterbewusst wahrnahm, dass er nicht alleine war. Sachte wandte er erst seinen Kopf und schließlich die sich heftig hebende und senkende Brust dem vermeintlich älteren Mann zu, bevor er unverständliches Genuschel von sich gab. Es wirkte zumindest so als würde er wissen, dass es Bambi war der da bei ihm lag, auch wenn es Stunden von Schlaf benötigte, bis der Blutsauger allmählich aus seinem fiebrigen Schlaf erwachte. Ein trockenes Schlucken ging durch seine Kehle, als er flatternd seine Wimpernkränze auf zu schlagen versuchte und feststellte, dass es schon wieder dunkel geworden sein musste. Schwer atmend wandte er den Blick der glasig blauen Augen zur anderen Seite, wo er groß blinzelte, als er merkte dass Jemand bei ihm lag. Nein, nicht Jemand, es war Bambi. Augenblicklich überkamen ihn so heftige Schuldgefühle, dass er seine Mimik zu vollkommener Trauer verzog und seine großen Augen regelrecht übergingen. Das Wissen, dass der Greif ihn nicht verlassen hatte, nach allem was er ihm angetan hatte, das war einfach-. "Es tut mir leid", kam es ganz dünn und weinerlich von dem Norweger, der seine gesunde Hand in das Shirt des Gefängnisaufsehers grub, genau so wie er sein Gesicht an die Brust des Greifen drückte. "Wieso bist du denn nicht gegangen, als du die Chance hattest...du- Idiot", wimmerte der gebeutelte Stiftzahn in Flüsterton hervor, während er immernoch so an Bambi klammerte, dass eine Frage jegliche Glaubwürdigkeit verlor. Er war froh ihn zu sehen, er sehnte sich nach Nichts so sehr wie nach der Nähe dieses Mannes aber, er konnte gut in der Dunkelheit sehen und auch wenn er immernoch benebelt war, so kam er nicht umher die Erschöpfung in Bambis Mimik zu erkennen. Er würde diesen Kerl kaputt machen, so viel wurde ihm jetzt schon klar und es breitete einen ganz eigenen Schmerz in seiner Brust aus, der mit körperlicher Pein nicht zu vergleichen war. Erst nachdem er einen Moment in das Oberteil des Greifs geflennt hatte, dämmerte es ihm, dass sich sein Körper wesentlich schwerer anfühlte als zuvor und er...eine eigenartige Fremde an sich wahr nahm, weswegen er langsam durch den Tränenvorhang an sich hinab blinzelte und das fahle Reflektieren des Lichts auf dem Metall seiner neuen Gliedmaßen sah. "W-w...was-"

@Bambi Leopold King




"and some days I will get too close until it drags me into its abyss and I emerge as a new animal, carrying every drowned ghost between my teeth"


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#13

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 14.06.2018 14:22
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge

Obwohl der Greif nun ebenfalls mehr als nur erschöpft war, konnte er nicht einschlafen. Viel zu viel ging ihm gerade durch den Kopf und die Sorge darum, dass Kaddy es doch noch irgendwie schaffen könnte sein Leben zu beenden, war viel zu present und groß, weswegen der Schwarzhaarige einfach still neben dem Norweger liegen blieb und versuchte das beste an dieser Situation zu sehen, statt sich zu sehr in negativen Gedanken zu verlieren. Aber die grausamen Bilder von denen er Zeuge wurde ließen ihn so einfach nicht los und immer wieder flammten sie wortwörtlich vor seinem inneren Auge auf, wodurch sein ganzer Körper zu beben begann. Erst als der Vampir sich ihm zuwandte und unverständliche Worte von sich gab, weswegen Bambi kurz die Augen öffnete, hatte er eine kurze Pause von diesem Horrorstreifen, der sich in seiner Vorstellung immer wieder von vorne abspielte. Er lebt. Zwar konnte der Aufseher nicht verstehen was genau Kaddy da von sich gab, aber es war ein deutliches Lebenszeichen und damit gab er sich mehr als nur zufrieden. Ein mattes kleines Lächeln schlich sich auf seine Züge und wieder legte er dem Norweger die Hand an die Wange. "Shhh~ Ich bin da. Schlaf ruhig weiter", flüsterte er ihm zu, obwohl er sich sicher war, dass Kaddy sowieso schon die ganze Zeit schlief und die Laute lediglich ein Ausdruck sehr unangenehmer Träume waren.
Er wusste nicht genau wie lange die beiden einfach regungslos nebeneinander lagen, wie lange er sich in seinen Gedanken verloren hatte, bis endlich wieder eine Regung von dem Vampir kam und der Greif die weinerliche Entschuldigung wahrnahm und kurz darauf die Berührungen Kaddys spürte. Auch er schlug langsam die Augen auf und lächelte den Anderen sanft an. "Das... das brauch dir nicht leid tun... ist schon okay", versicherte er ihm ruhig und seufzte tonlos, ehe er leise lachte, als Kaddy ihn einen Idioten nannte. "Hm... ja, vielleicht bin ich ein Idiot, aber jetzt bin ich dein Idiot und so schnell wirst du mich nicht mehr los, Babe", kam es ihm schmunzelt über die Lippen und legte einen Arm um den erschöpften Körper des Nordmannes, um ihn etwas an sich zu drücken. Ja, wahrscheinlich würde es Bambi kaputt machen, doch das war es wert... Er würde lieber ein gebrochener Mann sein und den Rest seines Lebens mit Kaddy verbringen, als ein Leben ohne Sorgen aber dafür auch ohne den Vampir zu führen. Wer hatte auch gesagt, dass es einfach werden würde? Aber der Greif war sich sicher: So lange sie einander hatten, könnten sie alles überstehen - einen solchen Kampf könnte keiner der beiden alleine gewinnen. Das leise Schluchzend des Vampirs entlockte dem Greifen ruhiges Brummen, was wohl so viel wie 'Du brauchst nicht weinen. Alles ist gut.' bedeuten sollte und als hätte Kadall sein kryptisches Signal verstanden, löste er sich von der Brust des Greifen. Allerdings war der Grund dafür nicht Bambi selbst, sondern viel mehr die neuen Gliedmaßen, die Matthew dem Vampir erschaffen hatte. Die Gliedmaßen... die hatte der Schwarzhaarige schon glatt wieder vergessen, weswegen er etwas verwundert den Kopf bei Kadalls Frage hob, ehe er zu begreifen schien, was den Blutsauger verwunderte und erneut begann er sanft zu lächeln. "Ich weiß nicht wie... aber Matthew hat sie für dich gemacht", erklärte er grinsend und richtete sich etwas auf, bevor er sich der Hand über das Gesicht fuhr und sich einmal streckte. Er war nicht mehr der Jüngste und jetzt, wo er einigermaßen gerade in dem Bett saß spürte er, wie unbequem er die ganze Zeit gelegen hatte, was ihm ein leises animalisches Grummeln entlockte, ehe er ohne einen Kommentar aufstand. "Ich... muss mir eben die Beine vertreten... Brauchst du irgendwas?", fragte er noch nach und streckte sich erneut, bevor er ins Badezimmer verschwand und nochmal in seiner Tasche wühlte, bis er gefunden hatte wonach er suchte - eine Schachtel Zigaretten. Bambi rauchte nicht viel, er war eher der Gelegenheitsraucher, doch jetzt brauchte er dringend einen der beruhigenden Glimmstängel und so kehrte er mit einem dieser Sargnägel zwischen den Lippen und einem Feuerzeug in der Hand ins Schlafzimmer zurück. Es war zwar ziemlich dunkel in der Wohnung, aber es gab nicht viel über das er hätte stolpern können, weswegen er seinen kurzen 'Ausflug' unbeschädigt überstand und sich dem Fenster näherte, nur um die Vorhänge wieder aufzuziehen und das Fenster zu öffnen. Sofort zog ein angenehm kühler Windhauch durch das Zimmer und Bambi steckte sich die Kippe an, ehe er sich wieder zu Kaddy wandte. "Möchtest du auch?", bot er ihm ebenfalls eine Zigarette an und lehnte sich dann mit dem Rücken an die Fensterbank. Es tat gut für einen Moment zu stehen, die frische Luft klärte seine Gedanken und machte wieder Platz für etwas positivere Gefühle. Er wollte sich vor dem Vampir nicht wirklich anmerken lassen wie sehr ihn das Ganze mitgenommen hatte und jetzt da er sich langsam wieder entspannte, dürfte ihm das nicht mehr so schwer fallen.

@Kaðall Ægir Grímsson <3



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#14

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 16.06.2018 02:21
von Kaðall Ægir Grí | 108 Beiträge

Ja, Kadall träumte schlecht und wie. Sein Körper war es seit Jahrtausenden nicht gewöhnt Fieber zu haben und was sein Körper durch sein Sonnenbad und die fremden Einflüsse mitmachte, musste erst mühsam verarbeitet werden. Sein Körper versuchte das Metall und die darin verarbeitete Magie ab zu stoßen, doch nach einigen Stunden unruhigen Fieberschlafs, klangen die brennenden Schmerzen langsam ab und sein Bewusstsein wurde wieder fester, weswegen er schlussendlich auch erwachte, doch den Greif bei sich zu sehen, nein, das hatte er sichtlich nicht erwartet.
Die Emotionen überrollten den angeschlagenen Blutsauger nur erneut und er überflutete Bambi damit, der irgendwie das üble los gezogen hatte, ständig als sein Flennkissen herhalten zu müssen...aber dieser Mann war auch einfach so unfassbar gut darin! Einfach nur seine Stimme zu hören, seinen Duft war zu nehmen, beruhigte den Norweger massiv. "Nein es ist überhaupt nicht okay, ich wollte dir das nicht antun, ich liebe dich", kam es total weinerlich und quäkig von dem Stiftzahn, der sich zu allem übel noch so an ihn drückte, dass man erst recht fast nichts von seinem Gequängel verstehen konnte, vorallem weil er zwischenzeitlich immer wieder im Flennen inne hielt, um tiny kisses auf Bambis Brust zu setzen, während seine Stimme immer piepsiger geworden war. Ja, entgegen dem wie Kadall aussah, war er nicht gerade der Inbegriff von Männlichkeit, auch wenn er mit seinem neuen Terminatorlook doch was her machte - auch wenn er das wahrscheinlich nicht so sah. Er brauchte einen Moment, bis er sich soweit beruhigt hatte, dass er sich von dem Wärter lösen konnte und die aufkommende Stille ein paar Erkenntnisse brachte. Verwundert blinzelte Kad durch seinen Tränenvorhang und schniefte leise, während er der Erklärung des Greifens lauschte. "Matty war hier?...a-an das erinner ich mich..gar nicht mehr", kam es nur leise und dünn von dem Vampir, der den vermeintlich Älteren frei gab damit Dieser sich aufrichten konnte. Umständlich kugelte der Nordmann wieder auf den Rücken, was ihm ein schmerzliches Zischen entlockte, doch er schüttelte sachte den Kopf auf Bambis Frage und ließ ihn ziehen, er war gerade sowieso zu eingenommen von dem was er an sich selber sah, so hatte Bambi einige Momente für sich, in denen der überdrüber- Vampir mal die Schnute hielt und sich mit sich selbst beschäftigte. Zögerlich zog er den Ärmel seines Shirts so weit hoch, dass er die 'Naht' sehen konnte, wo das Metall mit seinem restlichen Körper verschmolzen war. "Oh Gott, ich bin ein Cyborg", kam es ganz leise und unsicher von dem Brünetten, als sein Liebhaber zurück ins Schlafzimmer kam, doch als Dieser fragte ob er 'auch wollte', wanderte der Blick wieder zu dem Greifen. Für einen Moment sah Kaddy ihn einfach nur an, wie er da stand am Fenster. Es hatte etwas Anmutiges, kraftvolles und es trieb dem Vampir automatisch ein wenig die Röte ins Gesicht, auch wenn es vielleicht zu dunkel war um es sehen zu können. "B?", kam es nach den Minuten des schweigenden Bewunderns kleinlaut von ihm, "...du...du bist alles was ich immer wollte". Ja, es war leise und es klang unsicher aber es war überaus aufrichtig und ernst gemeint, auch wenn Kadalls Taten in den vergangenen Stunden nicht gerade dafür sprachen - es war einfach so. Bambi war genau der Mann, den er sich an seiner Seite erträumt hatte, auch wenn er sich so sehr wünschte, dass ihre Umstände ganz Andere wären. Sachte ließ der Norweger erneut seinen Blick über sich wandern, während sein Mimikspiel verriet, dass er unsicher war, was er von sich selbst und seinem neuen Aussehen halten sollte. Nun, es war besser als so rumzulaufen als wäre man von einem Zug erfasst worden aber...besonders attraktiv fand er sich ja nun nicht gerade und das nächste Problem stellte sich direkt nach dieser Erkenntnis ein. Er konnte nicht aufstehen. Er konnte diese Dinger nicht einmal einen Millimenter weit bewegen! Ein angestrengtes Keuchen entkam Kadall, als er versuchte sich auf zu richten, doch es fühlte sich beinahe so an als würden ihn die Prothesen absichtlich auf der Matratze halten. "was- i-...ich komm nicht hoch i- aua", jammerte der Vampir unbegeistert, der sich irgendwie versucht hatte mit seiner gesunden Hand hoch zu kämpfen, doch er sackte nur wieder zurück und blieb erschöpft atmend liegen. "Ich bin verloren, B", kam es niedergeschlagen über seine trockenen Lippen, während ein hilfesuchender Blick zu ihm wanderte. "Ich...ich funktionier nicht richtig...was...was machen wir denn jetzt?". Ja, typisch Kadall - er war ungeduldig in jeder Faser seines Körpers, der eigentlich viel zu energetisch war um jetzt so still liegen zu müssen. Schmollend wurde die Unterlippe vorgeschoben und wie ein frustriertes Kind an die Decke gestarrt, weil es zu klein war um an die Eisdiele heran zu reichen.

@Bambi Leopold King




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#15

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 18.06.2018 00:07
von Bambi Leopold King | 182 Beiträge

Geduldig ließ Bambi den Vampir weinen und streichelte ihm dabei einfach nur beruhigend den Rücken. Nach allem was heute passiert war, war es wohl das kleinste Übel als Flennkissen missbraucht zu werden und dementsprechend wenig störte ihn diese Tatsache. Aber leider konnte er die fiepsigen Laute des Nordmannes überhaupt nicht verstehen, weswegen er still da lag und die Flut an Gefühlen ruhig aus saß, ehe er sich erhob und langsam nickte. "Kein Wunder... es dauerte auch nicht lange und dann warst du eingeschlafen", erklärte er noch auf dem Weg ins Badezimmer, um Kaddys Verwirrung etwas zu mildern, doch als er zurück kehrte und die Aussage des Vampirs hörte, musste er grinsen. "Ja und ein verdammt heißer noch dazu", versicherte er dem Anderen mit fester Stimme und begutachtete ihn vom Fenster aus ein wenig. Viel erkennen konnte er nicht und somit sah er auch nicht, dass dem Blutsauger die Röte ins Gesicht schoss, doch alleine seine dunkle Silhouette, die sich kaum vom Rest des finsteren Zimmers abhob, jagte dem Greifen ein Schauer über den Rücken. Kadall war wirklich ein kleines Schnittchen und dass er beim Fest seine Gliedmaßen verloren hatte milderte diesen Umstand kein bisschen. Zwar wusste Bambi haargenau, dass er viel zu gerne den Helden spielte und beinahe jedem versuchte zu helfen, doch bei Kaddy war das anders... Er tat das hier nicht aus Mitleid oder weil er Anerkennung dafür ernten wollte - nein, er tat das um des Vampirs wegen, weil er ihn wirklich in sein Herz geschlossen hatte und er sich für ihn nur das Beste wünschte... Für sie beide! Dieser Tag, egal wie grausam er gewesen sein mag, machte dem Greifen deutlich, wie viel ihm an dem Blondschopf lag und wie grausam es wäre ihn zu verlieren. Für Bambi wurde ihre Beziehung heute auf die nächste Stufe gehoben. Sie waren nicht mehr einfach nur lustvolle Geliebte, sondern viel mehr als das und sobald er diesen Gedanken gefasst hatte, bekam er ein wenig Angst... Er hatte sich offensichtlich verknallt, doch was wäre, wenn Kaddy das nicht so sah? Wenn er die Gefühle des Greifen nicht teilte und Hals über Kopf davon rannte, sobald Bambi ihm das gestand? Wenn der Aufseher ihn vorhin verstanden hätte, dann wüsste er, dass er sich unnötig sorgte, aber das hatte er nicht und so begannen sich Zweifel in ihm breit zu machen. Er seufzte tonlos, dann zog er an seiner Kippe, als Kaddy endlich das Schweigen brach und ihm antwortete. "Ja?", signalisierte er dem Vampir, dass er zuhörte und hielt den Atem an, um ihn verstehen zu können. Er hatte mit allem gerechnet... mit jeder Aussage von 'Ja, gib mir ne Kippe' bis hin zu 'Ich bin ein Freak, keiner wird mich je mehr ansehen können', aber nicht mit dem, was Kadall tatsächlich sagte, weswegen ihn die Worte trafen wie ein fester unerwarteter Schlag. "W-was?", hakte er perplex nach, obwohl er es genau verstanden hatte. Langsam ließ er seine Zigarette sinken und starrte auf den Vampir, dessen Worte ein Feuerwerk an Gefühlen in ihm auslösten, ehe er sich fast schon aufplusterte wie ein stolzer Pfau. "Wirklich?", wollte er sich über die Ehrlichkeit dieser Aussage versichern, bevor er noch einmal an seiner Zigarette zog und sie dann unachtsam aus dem Fenster schnippste, nur um sich dann an das Bett heranzutasten. "Kaddy... du glaubst gar nicht, wie viel mir das bedeutet...", erwiderte er leise mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht und wollte sich gerade wieder zu dem Vampir liegen, als dieser jedoch versuchte aufzustehen und beklommenes Jammern hören ließ. Doch Bambi selbst konnte kaum etwas sehen und so stand er ziemlich ratlos vor dem Bett und schürzte die Lippen. "Nein... du bist nicht verloren! Wir kriegen das schon hin, okay? Ich... ich muss nur das Licht anmachen, ja?", erklärte er ruhig und nickte hastig, bevor er sich auch schon zur Tür wandte und gerade nach dem Lichtschalter tasten wollte, als er plötzlich in seinen Bewegungen inne hielt. Es war mehr als nur offensichtlich, dass Kaddy unsicher wegen seinem Erscheinungsbild war. Vorher schon war es ihm sichtlich unangenehm gewesen, dass Bambi ihn so sah und obwohl sich der Greif nun schon mehrere Male über den Willen des Vampirs hinweggesetzt hatte, so wollte er sich zumindest jetzt ein Einverständnis einholen. "Ist es in Ordnung, wenn ich das Licht anmache?" Zwar waren auch seine Sinne schärfer als die eines Menschen, doch nur weil er ein Greif war, besaß er noch lange keine Katzenaugen. Er konnte viel besser Dinge in der Ferne erkennen, was wohl mit seinem Adleranteil zusammenhing, doch in völliger Dunkelheit war auch ein Greif wie er aufgeschmissen, weswegen er brav auf die Antwort des Nordmannes wartete. "Beruhig dich erstmal, Babe~ Alles wird gut und wir bekommen das schon in den Griff", begann er erneut. "Du brauchst nur Zeit, um dich an die Prothesen zu gewöhnen... das funktioniert nicht von Jetzt auf Gleich" Seine Worte untermalte er mit einem zuversichtlichen Nicken, dann konnte er aber nicht mehr warten und schaltete letztendlich einfach das Licht ein. Er wollte den Vampir nicht hilflos auf dem Bett liegen lassen, immerhin hatte Bambi die Möglichkeit ihm zu helfen, also warum sollte er sie nicht auch nutzen? Langsam und mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen trat er wieder an das Bett heran und setzte sich neben den Nordmann. "Möchtest du aufstehen oder dich hinsetzen?", fragte er nach und rückte näher an ihn, um ihm wortwörtlich unter die Arme zu greifen. "Wenn es weh tut sag Bescheid." Und mit diesen Worten zog er den Nordmann auch schon in eine aufrechte Position, bevor er noch näher an ihn heranrückte. "Wow... das ist heiß... ich bin der einzige Kerl auf der Welt, der einen Terminator als Freund hat", rutschte es ihm plötzlich raus, aber bevor er überhaupt darüber nachdenken konnte, lehnte er sich zu dem Anderen herunter und stahl ihm einen kleinen zögerlichen Kuss.

@Kaðall Ægir Grímsson



Achtung -> Bambi ist eine kleine Diva und sehr reizbar, was an seinem Wesen liegt. Er nimmt Scherze oder freche Sprüche manchmal viel zu persönlich und ist dann beleidigt, auch wenn er selbst immer
mal wieder solche Sprüche reißt. Man sollte davon absehen ihn zu reizen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass er handgreiflich wird sehr hoch


☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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