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#1

Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 05.05.2018 17:55
von Kaðall Ægir Grí | 89 Beiträge

xxx


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#2

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 05.05.2018 18:17
von Kaðall Ægir Grí | 89 Beiträge

-> Nach dem Event

Die Welt um den Vampir war so dumpf, als würde er alles nur mehr durch einen Schleier sehen, der unabwendbar von seinen Augen Besitz ergriffen hatte. Nichts um ihn herum war noch klar und deutlich zu erkennen und die Welt wirkte so fern, wie nie zuvor. Der Schmerz in seinem Körper war dumpfem Nichtempfinden gewichen und er kam kaum noch mit, was die Menschen um ihn herum taten. Kean und Penny waren es, die er um sich wusste, die ihn vom Festplatz fort geschaffen hatten, doch er reagierte nicht auf ihre Worte, wenn sie ihn ansprachen...falls sie ihn überhaupt ansprachen und nicht in beklommenes Schweigen gefallen waren, so wie er. Er hatte sie gerettet...doch um welchen Preis? Sein Körper war zerstört. Er blutete aus zahlreichen Wunden, doch am Schlimmsten war wohl der Umstand, dass ihm Körperteile fehlten. Es war irrsinnig, er fühlte sie immernoch, auch wenn sie nun für immer fort waren. Die Beiden hielten ihn mit Blutbeuteln am Bewusstsein, während seine Regeneration das Übrige tat, um die Wunden heilen zu lassen, doch Jene, die man seiner Seele zugefügt hatten, würden das vielleicht nie. Er war zerbrochen worden, wie eine kostbare Porzellanpuppe, an deren makelloser Haut man jeden noch so gut geklebten Bruch immer würde sehen können. Er hatte das verloren, was ihn ausgemacht hatte seiner Meinung nach, seine Fähigkeit von Nutzen zu sein. Schon in frühster Kindheit hatte er schwer auf dem Hof seines Vaters gearbeitet, hatte immer mit angepackt und sich nützlich gemacht, doch so? Wem sollte er so denn noch nützen? Er hatte Penny und Kean gerettet...doch er hatte Enzo verloren, seinen Schützling, den er endlich wieder gefunden hatte. Wie sollte er denn nun weiter machen? Er war nun niemandem mehr eine Hilfe. Kraftlos schlugen die Wimpernkränze des Vampirs nieder, er ließ seinen Blick sinken und sperrte die Welt aus seinen Gedanken und seiner Wahrnehmung aus. Er wollte sie nicht mehr sehen...und genau so wenig gesehen werden. Er wollte...einfach nur mehr fort. Ins Hotel zurück zu kehren kam für ihn gar nicht in Frage, denn seiner Meinung nach wäre er lieber tot als sich so seinem Erschaffer zu zeigen. Raphael war immer so stolz auf seine Kreation gewesen...was würde er jetzt nur sagen? Kadall war sich überaus sicher, dass ihn der Urvampir nicht mehr brauchen konnte und seinen Posten somit einem Anderen geben würde und dieser Gedanke zerriss ihm das Herz, mehr als jeder Angreifer seinen Körper hätte zerfetzen können. Den Urvampiren zu dienen hatte seinem Leben einen Sinn gegeben, eine Erfüllung, schöner und kostbarer wie alles andere in seiner kleinen Welt, doch damit war es nun vorbei, nicht wahr? Oh Raphael...womöglich würde er ihn nie wieder sehen...und Matty? Auch dem Hexer wollte er so nicht unter die Augen treten, er würde das Mitleid in seinen treuherzigen Augen nicht ertragen können. Wo waren die Beiden eigentlich? Ob es ihnen gut ging? Er hatte Raphael einfach auf dem Festplatz gelassen...er hätte ihn suchen müssen und Matty genau so. Ein wehmütiges, tonloses Durchatmen glitt über seine bleichen Lippen, als man ihn aus dem Wagen zerrte, den Kean gekapert hatte, um sie hier her zu bringen. Vollkommen verzögert und in Slowmotion, registrierte der Arzt, dass man ihn herausholte und in den Apartmentkomplex brachte, in seine Wohnung, die er so selten aufsuchte, dass es beinahe wirkte als hätte hier nie Jemand gewohnt. Es war kühl und unpersönlich...er fühlte sich hier nicht zu Hause, doch sein wahres zuHause würde er von nun an wahrscheinlich auch nie wieder sehen. Es würde ihn zerstören von Raphael und dem Orden der Vampire abgewiesen zu werden, als Krüppel in die Nichtigkeit degradiert zu werden...da nahm er lieber die Feigheit und üble Nachrede auf sich, niemals dort hin zurück zu kehren und dieser schmerzlichen Erkenntnis einfach zu entfliehen. Seine beiden Begleiter redeten zwar auf ihn ein, dass er hier nicht alleine bleiben sollte, doch als er das weiche Bett unter sich fühlte, wandte er ihnen einfach seinen Rücken zu, als stumme Antwort darauf, dass sie gehen sollten und ihn einfach sich selbst überlassen sollten. Der sonst so lebenslustige, fröhliche Nordmann hatte genug vom Leben, er wollte einfach nur schlafen...und nichts mehr empfinden oder denken. Die Beiden akzeptierten den Wunsch des geschundenen Blutsaugers und ließen ihn allein...dass es allerdings jemanden geben würde, der diesen Wunsch einfach zu Kadalls Wohl übergehen würde, ahnte der Norweger zu jenem Zeitpunkt noch nicht. Er blieb einfach weiter auf dem Bett liegen, mit seinem halben Körper und rührte sich nicht mehr.

@Bambi Leopold King


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#3

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 07.05.2018 00:58
von Bambi Leopold King • 153 Beiträge



Obwohl der Vampir Bambi, seit seiner Begegnung mit Elizabeth nicht mehr aus dem Kopf ging, entschied sich der Greif dazu Kaddy erstmal seinen nötigen Freiraum zu lassen, statt direkt bei ihm aufzuschlagen. Bisher ist der Gefängniswärter damit auch nie schlecht gefahren, immerhin kam der vermeintlich jüngere immer wieder zu ihm zurück, oder sie begegneten sich zufällig, doch mittlerweile lag ihr letztes Aufeinandertreffen ziemlich weit zurück und je länger der Greif darüber nachdachte, desto mulmiger wurde es ihm. Als hätte er eine Art Vorahnung gehabt, hatte er sich nicht bei der Arbeit konzentrieren können und immer wieder unterliefen ihm kleinere oder auch größere Fehler bei seiner Schicht. Ein Umstand, der ihn nahezu wahnsinnig werden ließ und erst als er sich in den Aufenthaltsraum zurückziehen und sich eine heiße Tasse Kaffee machen konnte, schien er sich wieder einigermaßen zu sammeln. Schon verrückt, wenn er bedachte, dass er sich das letzte Mal so furchtbar bei der Arbeit angestellt hat, als er Nate bei sich aufnahm...
Gemütlich seinen Kaffee schlürfend widmete Bambi sich einem Artikel über den osteuropäischen Welpenhandel in der Tageszeitung und vertiefte sich dermaßen in das Lesen der Zeilen, dass er vom eigentlichen Inhalt gar nichts mitbekam, ebenso wenig bekam er mit, dass sein Handy auf dem Tisch wild zu vibrieren begann und dem Greifen damit mitteilen wollte, dass er eine Nachricht erhalten hatte. Erst als er den letzten Schluck seines Kaffees ausgetrunken und die Tasse in die Spüle gestellt hatte, riskierte der Schwarzhaarigen einen Blick auf das Display seines Handys und seine Stirn legte sich verwirrt in Falten, als er die Nachricht las, die @Eleonora Krychek ihm schickte. Das Sommernachtsfest? Bambi wusste zwar, dass es stattfand, doch offenbar schien etwas passiert zu sein - warum auch sonst sollte sich die kleine Elfe über sein Wohlbefinden im Zusammenhang mit dem Event erkundigen? Schlagartig kehrte das seltsame Gefühl zurück, dass ihn nun schon seit einigen Tagen quälte und ohne lange darüber nachzudenken wählte er Kaddys Nummer, immerhin hatte der Vampir die Festlichkeiten kurz erwähnt, als sie sich das letzte Mal sahen... oder täschte Bambi sich da? Gut möglich, dass er sich irgendwas zusammensponn und vielleicht überreagierte, doch der Greif konnte nicht anders als auf Nummer Sicher zu gehen. Er ließ das Telefon einige Male durchklingeln, aber etwas anderes als das monotone Piepen der Durchwahl bekam er nicht zu hören, weswegen er wieder auflegte und einmal tief durchatmete. Dann versuchte er es bei @Ilja Vaněk, zwar war dieser ein Mensch, aber Izzy hatte ein Talent dafür in gefährliche Situationen zu geraten und auch hier wollte Bambi einfach nur sicher gehen, dass es ihm gut ging, allerdings ging auch er nicht an sein Telefon. Statt zu warten bis die Mailbox den Anruf entgegen nahm, legte er wieder auf und versuchte es ein weiteres Mal - vergebens - bei Kaðall, ehe er auf die Nachricht von Nore antwortete und ihr versicherte, dass bei ihm alles in bester Ordnung war und er nicht zum Fest gehen konnte, da er arbeiten musste. Für einen weiteren Moment blieb er still stehen und überlegte, was er nun machen sollte... Sicher war sich der Greif nicht, aber fest stand, dass er nicht bis zum Morgen warten könnte, um die Gewissheit zu bekommen, dass es all seinen Freunden gut ging und deswegen fasste er kurzerhand den Entschluss früher von der Arbeit zu verschwinden, um sich darum zu kümmern.

Es brauchte einiges an Überredungskunst, damit Bambi tatsächlich schon gehen konnte, aber letztendlich hatte es doch geklappt und Bambi machte sich direkt auf den Weg zu Kaddys Apartment, jedoch nicht ohne während der Fahrt all seine Kontakte abzutelefonieren, die ebenfalls auf dem Event hätten sein können, um wenigstens schon mal etwas Gewissheit zu haben. Glücklicherweise gab es nachts kaum Verkehr und so konnte der Greif relativ zügig das Gebäude erreichen, in welchem er und der Vampir sich schon des öfteren getroffen hatten, doch auch als er mehrmals klingelte und ein drittes Mal bei Kaddy anrief, erhielt er keinerlei Reaktion, also musste er sich etwas einfallen lassen, um in die Wohnung zu kommen. Wahrscheinlich war Kaddy nichtmal Zuhause, sondern irgendwo fett Party machen (was bedeuten würde, dass Bambi sich unnötigerweise Sorgen machte), aber vielleicht konnte er im Heim des vermeintlich Jüngeren Hinweise auf dessen Verbleib finden. Also klingelte der Schwarzhaarige auch bei den anderen Parteien des Wohnhauses an, irgendwer würde ihm schon die Türe öffnen und siehe da, kaum hatte Bambi bei den ersten drei Namensschildern die Knöpfchen gedrückt, ertönte bereits das Summen und die Tür öffnete sich - ganz ohne Sesam oder andere Zaubertricks und der Greif hechtete die Treppen herauf, wobei er bei jedem Schritt direkt zwei Stufen nahm, bis er am Ziel angelangte... nun ja... fast. Noch immer trennte ihn eine Tür von Kaddy, doch diese dürfte nun das geringste Hindernis sein. Bambi war immerhin kein unbeschriebenes Blatt und als ehemaliger Soldat bei den Jägern lernte man die ein oder anderen Kniffe, außerdem waren die Wohnungen wirklich nicht das modernste was man sich hätte vorstellen können und so reichte es bereits, dass Bambi die Tür mit seiner Kreditkarte bearbeitete. Mit einem leisen 'Klick' öffnete sich auch dieses Schloss und endlich konnte der Greif die Wohnung betreten.
"Kaddy? Babe?", rief er mit fester Stimme nach dem Vampir und schlich langsam durch den Flur, wobei er einen Blick in jedes Zimmer warf, bis er am Schlafzimmer angelangte und dort etwas auf dem Bett ausmachen konnte. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken und als hätte ihn das angetrieben verschnellerte er seine Schritte und er erreichte den leblos wirkenden Körper innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, bevor er sich vor das Bett hockte und zögerlich die Hand nach diesem ausstreckte. "K-Kaddy?", kam es beinahe tonlos über seine Lippen, dermaßen geschockt war er vom Anblick des rampunierten Vampirs und er ertappte sich dabei, wie er bereits das schlimmste vermutete. Er hatte sich also keine unnötigen Sorgen gemacht, sein Gefühl hatte ihn nicht getäuscht.... leider... Es wäre ihm deutlich lieber gewesen eine leere Wohnung vorzufinden und dort darauf zu warten, dass der Vampir am morgen sturzbetrunken und oder zugedröhnt aufschlagen würde... mit seinem zuckersüßen Grinsen im Gesicht und einem frechen Spruch auf der Zunge, wie es schon des öfteren der Fall war... Warum konnte es nicht auch jetzt so sein? Bambi schluckte schwer, ehe er sich endlich dazu aufrappeln konnte den scheinbar toten Körper zu berühren, wobei ihn die Anspannung fast schon zu zerreißen drohte. Lebte er nun? Oder kam Bambi zu spät? Erst nach einer gefühlt unendlich langen Zeit wagte er es seinen Blick über Kaddy schweifen zu lassen. Kaddy atmete zwar, doch seine Klamotten waren zerissen und blutüberströmt, überall taten sich Wunden auf und... ihm... fehlten Gliedmaßen! "Gott... was ist passiert?", brachte der Greif mit bebender Stimme hervor und zog die Hand zurück, ehe er sich aufrichtete und langsam auf das Bett krabbelte, um näher an dem Vampir zu sein. "Hey... b-bist du... wach?"

@Kaðall Ægir Grímsson T__T



Achtung -> Buck ist überaus leicht reizbar und wird schnell gewalttätig - allerdings spricht er vorher immer eine Warnung aus

☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#4

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 07.05.2018 01:39
von Kaðall Ægir Grí | 89 Beiträge

Stille war alles, was den Vampir hier umfing, während er auf der Tagesdecke auf seinem Bett lag und mit schwindendem Blick an die Wand im gegenüber starrte. Er war schon so lange nicht hiergewesen, dass stumm einige Staubpartikel ihre Plätze auf seinen Einrichtungsgegenständen eingenommen hatten, da sich Niemand außer ihm um dieses Heim kümmerte, wenn er es denn einmal getan hatte. Alles wirkte so unberührt, als würde hier Niemand wohnen und selbst während er hier lag, fühlte es sich nicht so an als wäre er wirklich hier. Trüb sahen seine rot umrandeten, sonst so blauen Seelenspiegel - gezeichnet von dem Kampf den er verloren hatte, den einfallenden Strahlen der Sonne entgegen, die langsam den Horizont zu erklimmen begann. Wie spät es gerade wohl war? Er konnte sich nicht einmal dazu aufraffen seinen Blick auf die Uhr an der Wand zu richten, sein Blick war wie gebannt auf den sich erhellenden Nachthimmel fixiert, während er an seiner Haupthand, am Mittelfinger, mit dem Daumen an einem kleinen Gegenstand herumrieb. Sein Tageslichtring. In einigen Stunden, so schwor er sich, wenn die Sonne ihren angestammten Platz hoch am Himmel erreicht haben würde, so würde er ihn einfach abstreifen und seinem Schicksal begegnen, das Einzige, was ihm nun noch bleiben würde. Er würde einfach seine andere Hand nehmen und-
Ein Zittern ging durch seine Wimpernkränze, als er versuchte sie zu bewegen, seine andere Hand...doch nichts regte sich unter dem zerfetzten Stoff seines Hemdes, der das entblößte Fleisch seiner Schulter bedeckte, an der Stelle wo einst ein kräftiger, gesunder Arm ihn gefüllt hatte undseine Nasenflügel erbebten bei der erneuten Erkenntnis, dass er nun nicht einmal mehr in der Lage war, einen blöden Ring von seinem Finger zu ziehen. Voller Gram und Bitterkeit mahlten seine Kiefer aufeinander, so fest dass man seine Muskelpartien an seinen Wangen deutlich erkennen konnte, bevor er seinen gesunden Arm fahrig unter sich hervor zu kämpfen versuchte, was ihn unweigerlich wieder auf den Rücken rollte, wo er ein zorniges und frustriertes Schnauben von sich gab, ehe er seine Hand an seinen Mund führte und mit fahriger Grobheit seine Zähne um seinen Tageslichtring legte, den er sich in all seiner Scham und Verzweiflung, beinahe vom Finger biss, beim Versuch ihn ab zu streifen, bevor er ihn achtlos zur Seite spuckte, wie eine Fliege, die er unliebsam verschluckt hatte. Klangvoll sprang das edle Schmuckstück auf dem Parkett des Schlafzimmers auf, bevor es zum Liegen kam und Kadall mit angestrengtem, bebenden Atem seinen Kopf wieder auf die Matratze betten ließ. Er hatte es getan, nun gab es kein Zurück mehr für ihn...er würde das tun, wovor er sich im Leben am Meisten fürchtete - sterben. Er war ein Vampir geworden um dem Tod zu entfliehen doch nun? Nun hatte er nichts mehr worum er fürchten musste und plötzlich kam ihm der Verhüllte in Mantel mit seiner Sense...vor wie ein vertrauter Freund. Im Feuer dahin zu gehen war die Bestattung der Könige, oder nicht?
Während er seinen Gedanken darüber nachhing, wie es sich wohl anfühlen würde, war die Erschöpfung der Schlacht entgültig angekommen und übermannte den Norweger unbarmherzig, der seine brennenden Augenlider niederschlug und somit nicht bemerkte, wie kurze Zeit später Jemand die Wohnung betrat. Hätte er es bemerkt, hätte er schon bei den ersten Geräuschen verlauten lassen, dass er allein sein wollte und Derjenige verschwinden sollte, doch er bemerkte seinen Besucher nicht, bis es schon zu spät war. Das ganze Ausmaß an Zerstörung, die über ihn gekommen war, war entblößt vor den Augen eines Mannes, den er in all der Zeit die er ihn kannte, sehr lieb gewonnen hatte. Ja, Bambi und er hatten viel Freude geteilt, er mochte den Greifenmann sehr und gerade deswegen traf es ihn, dass er es war, den seine müde aufschlagenden Augen erkannten. Erst blinzelte der Vampir nur einige Male müde, doch als er das vertraute Gesicht erkannte, überkam ihn ein solch schmerzliches Gefühl in der Brust, dass er es nicht aus seiner Mimik verbergen konnte. "Ich wünschte ich wäre es", kam es nur Gewispert über die trockenen Lippen des Nordmanns, an denen das Blut schon längst getrocknet war, bevor er versuchte seine Hand zu heben und Bambi von sich fern zu halten...doch erneut, sie war nicht da und um über sich selbst drüber zu greifen, dazu fehlte ihm die Kraft. "Bitte geh~ lass mich allein i-...sieh mich nicht an!", kam es kurz darauf wesentlich aufgelöster von Kadall, der irgendwie versuchte nach der Tagesdecke unter sich zu fassen, sie ein wenig aufs Bett zu ziehen und irgendwie seine Schande zu bedecken, doch er vermochte es nicht. "Ich will nicht, dass du mich so siehst i-...du sollst mich nicht so in Erinnerung behalten, bitte geh", panikte es regelrecht aus dem Verwundeten hervor, der so unter der Vorstellung litt dass gerade Bambi ihn so sehen musste, dass er beinahe seine Stimme verlor in dem Versuch sich irgendwie zu bewegen...doch mehr als das klägliche Winden eines sterbenden Regenwurms brachte er nicht zu stande. Das Einzige was er nun, durch die unmittelbare Nähe des Greifens zu fassen bekam, war dessen Hemd, in dass er seine blutigen Finger grub. "Geh weg~", perlte es nur noch einmal kaum hörbar und heiser von seinen Lippen, während er mit dem Stumpf seines abgetrennten Oberschenkels doch tatsächlich versuchte ihn weg zu schieben, was natürlich ein erbärmlicher Versuch war und nichts bewerkstelligte, als Bambi mit seinem eigenen Blut zu besudeln. Gequält japste der aufgelöste Vampir nach Luft, während er immernoch an dem Oberteil Bambis zerrte und versuchte den fürchterlichen Dingen die er gesehen hatte, irgendwie eine Stimme zu leihen, die ihm in seinen Tränen immer wieder den Dienst versagte. "wir hatten keine Chance, es waren einfach zu Viele...ich hab' versucht sie zu retten und was hat es mir gebracht? Enzo ist tot und meine andere Hälfte haben sie für sich genommen! Knöcheltief standen wir im Blut unserer Freunde und nichts konnte ich tun, ich wünschte sie hätten meinen Kopf gewählt!"

@Bambi Leopold King TuT


zuletzt bearbeitet 07.05.2018 01:42 | nach oben springen

#5

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 13.05.2018 20:52
von Bambi Leopold King • 153 Beiträge

Es war unmöglich für den Greifen Worte zu finden, die das Grauen beschrieben, dass er gerade vorgefunden hatte. Ihm bot sich ein abscheuliches Bild, wie er es sonst nur aus Horrorfilmen kannte und dennoch versuchte er irgendwie die Fassung zu behalten und ruhig zu bleiben. Selbst in seiner Zeit als Jäger oder Soldat war er von einem solch grauenvollen Anblick immer verschont geblieben und dass es gerade jemanden traf, den er fürchterlich gern hatte, machte die Sache nicht einfacher. Im kläglichen Versuch die aufkommenden Tränen zurückzuhalten kniff Bambi seine Augen zusammen und hielt den Atem an, als er die ersten verzweifelten Worte des Vampirs zu hören bekam. Am liebsten hätte der Schwarzhaarige etwas beruhigendes darauf erwidert, doch wollte ihm einfach nichts angemessenes einfallen, weswegen er einfach den Mund hielt. Aufmunternde Parolen, wie sie sonst oft bei weniger schlimmen Situation Anwendung fanden, würden hier wahrscheinlich rein gar nichts nützen und so blieb Bambi noch immer still, selbst als Kaðall ihn mit verbliebener Kraft zu verjagen versuchte und ihm mit jedem Wort, das ihm über die Lippen perlte, einen schmerzhaften Stich verpasste. Qualen, die im Gegensatz zu dem, was der Vampir gerade durchmachte, wohl nichts anderes als Nichtigkeiten waren, weswegen der Greif sie einfach beiseite schob und sich einzig und allein auf Kaddy konzentrierte, der nun versuchte ihn mit seinem Stumpf zu verscheuchen. Es war offensichtlich, dass sich der sonst so fröhliche Nordmann für sein Aussehen und sein Versagen schämte, doch darauf wollte und konnte Bambi keine Rücksicht nehmen. Würde er nun der Bitte nachkommen und gehen, würde er Kaddy seinem Schicksal überlassen und das konnte er nicht akzeptieren. Also tat er das, was er für das Richtige hielt und legte sanft, ganz vorsichtig, seine Hand an den zerfetzten Oberschenkel, den der Vampir noch immer als Abwehr missbrauchte und zog ihn vorsichtig an seine eigene Hüfte, um etwas Körperkontakt herzustellen. "Shhh~", kam es leise über seine Lippen, während er seine andere Hand um Kaddys legte, um das Zerren an seinem Shirt zu unterbinden, ehe er langsam begann sie zu streicheln. Es fiel ihm unglaublich schwer so ruhig zu bleiben, während das Rauschen seines Blutes in seinen Ohren dröhnte und sein Herz einen Satz nach dem anderen machte und dennoch gelang es ihm irgendwie, auch wenn das Zittern seiner Hände seine Aufruhr verdeutlichte. Leider Gottes blieb es dem Greifen verwehrt seine Fähigkeit an sich selbst auszuüben, doch Kaddy, ihm konnte er damit helfen. "Beruhig' dich erstmal...", brachte er nur kleinlaut hervor, nachdem der Vampir ihm einen Bruchteil von der Brutalität näher brachte, die er gesehen hatte. Ein Satz, der so einfach von den Lippen ging, doch unmöglich in die Tat umzusetzen war - zumindest, wenn man nicht das konnte, was Bambi konnte und so ließ er langsam einen warmen Frühlingsregen an Entspannung auf den Vampir einprasseln. Ein verzweifelter Versuch ihm irgendwie zu helfen, doch ob es etwas brachte, würde nur Kaðall selbst spüren können... Erneut atmete Bambi einmal tief durch und schloss die Augen, ehe er sich fast schon in Zeitlupe neben Kaddy sinken ließ, wofür er jedoch den Körperkontakt an Oberschenkel und Hand abbrechen musste. Stattdessen begann er nun sanft die Wange des Vampirs zu streicheln und ließ ein klitzekleines, verzweifeltes Lächeln sehen. "Du hast... du hast getan was du konntest... daran ist rein gar nichts verwerfliches, Babe", setzte Bambi zu einem Satz an, der sich letztendlich wieder nur wie eine der typischen Parolen sprach, jedoch absolut ernst gemeint war. "Mach dich deswegen nicht fertig... du brauchst dich dafür nicht zu schämen... und... dir die Schuld daran zu geben... ändert letztendlich nichts am Ergebnis." Es zeriss ihm das Herz so mit Kaddy zu sprechen und im Nachhinein bereute der Schwarzhaarige sogar seine Worte, doch alles erschien ihm besser als weiter zu schweigen. "Komm, ich mach dich erstmal sauber, ja?", fügte er dann allerdings noch leise und zögernd hinzu und hauchte ihm einen liebevollen Kuss auf die Stirn.

@Kaðall Ægir Grímsson



Achtung -> Buck ist überaus leicht reizbar und wird schnell gewalttätig - allerdings spricht er vorher immer eine Warnung aus

☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
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#6

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 14.05.2018 20:38
von Kaðall Ægir Grí | 89 Beiträge

Kadall nahm keinerlei Rücksicht darauf, was seine Worte und seine Handlungen, in seinem Gegenüber auslösen würden, denn dazu war er im Moment auch gar nicht fähig. Alles in seinem Kopf war in eine Mischung aus innerlichem Gebrüll seiner eigenen Emotionen, Erschöpfung und den Nachwirkungen eines traumatischen Erlebnisses verworren. Dieses Netz begann ihn immer mehr ein zu fangen um so mehr er versuchte Bambi davon zu jagen, was ihm einfach nicht gelingen wollte. Mit jeder Bewegung, mit jedem Wort, begannen ihn mehr und mehr seine Kräfte zu verlassen, als würden sich die Fäden um ihn enger ziehen, wie um ein im Spinnennetz gefangenes, kleines Insekt. Genau so fühlte sich Kadall auch gerade, vollkommen hilflos seinem Schicksal ausgeliefert und wenn er ehrlich mit sich war, dann würde er spätestens dann, wenn sein Zorn über sich selbst und seine Verzweiflung über seine Situation abgeklugen waren, froh sein, dass der Greif nicht gegangen war. Er hätte es sich eigentlich denken müssen, dass er Bambi so niemals los werden würde, doch irgendetwas in dem Vampir hinderte ihn auch daran seine Fähigkeit zu nutzen um ihn zu verscheuchen. Er hätte bösere Worte wählen können, er hätte den vermeintlich älteren Mann fürchterliche Ängste und Schmerzen aussetzen können doch...er brachte es einfach nicht ums Herz. Um so länger Bambi bei ihm war, desto mehr fühlte er wie sein Wunsch, dass er ging, abklang.
So hörte Kadall notgedrungen auf sich gegen den Größeren zu sträuben und fügte sich in die Situation, wie sie nun einmal war, was wohl auch an dem Greifen lag, der sehr wohl Gebrauch von seiner eigenen Fähigkeit machte, was dem Blutsauger gar nicht auffiel. Es fühlte sich natürlich an, wie sein Herz langsam aufhörte zu rasen und sich eine Ruhe über ihn legte, die er alleine niemals gefunden hätte. Sie nahm ihm zwar nicht seine Trauer darüber, dass man ihn vollkommen zerstört hatte, aber es ließ ihn die Nähe des Anderen zulassen, gegen dessen Berührungen er sich nicht länger wehrte. "Was soll ich denn jetzt nur tun? ...i-ich werde nie wieder laufen können...ich kann dich nicht einmal mehr richtig umarmen", kam es so leise über seine Lippen, dass Bambi es nur hören konnte, weil er ihm so nahe war, während der Norweger das Antlitz seines Liebhabers musterte, den er niemals solchen Dingen hatte aussetzen wollen. Sie hatten doch einfach immer nur Spaß miteinander gehabt, ganz harmlos und ungezwungen und ohne Verpflichtungen und Bindung...doch jetzt? Ein müdes und bedrücktes Lächeln trat auf das Antlitz des zerstören Vampirs, als Bambi ihm anbot sich erst einmal um sein Erscheinungsbild zu kümmern, bevor er sachte seine verbliebene Hand an seine Wange bettete. "Du musst das nicht tun...du hast hiermit nichts zu tun...es ist nicht deine Aufgabe dich um mich zu bemühen, okay? ich-". Kadall wollte weiter sprechen, wollte es noch einmal ruhig versuchen ihn dazu zu überreden zu gehen, doch um so mehr er darüber sprach, desto schwerer wurde ihm um die Brust. Er ließ seine Hand in den Nacken des magischen Wesens wandern und begann ein wenig geistesabwesend über seinen Haaransatz zu streichen, wie ein traumatisierter, verheulter Teenager, der sich zur Beruhigung seine Katze geschnappt hatte, deren Streicheln ihm half sich zu beruhigen. Wie lange sollte er sich noch selbst belügen? Er war überzeugt von dem, was er Bambi da entgegenbrachte, doch hatte er wirklich die Kraft so selbstlos zu sein? Wirklich die Härte ihn einfach weg zu schicken und das hier alleine zu Ende zu bringen? Nein...hatte er nicht. Sachte schüttelte Kaddy seinen Kopf bei dieser Erkenntnis und hielt ein weiteres Aufkommen eines Tränenschwalls knapp zurück, als er seine Hand von Bambis Schulter gleiten ließ, um sich den eigenen Handrücken auf die Mundpartie zu pressen, während er den Blick seiner immernoch glasigen Augen sinken ließ. Bald würde die Sonne hoch genug stehen, dass sie ihre Strahlen ins Schlafzimmer werfen würde und wenn sie nur noch ein wenig länger hier liegen würden, dann....musste er es nicht alleine durchstehen, doch konnte er Bambi wirklich um so etwas bitten? Dass er bei ihm blieb und ihm dabei zusah wie die Sonne ihm das Fleisch von den Knochen brannte? Kadall wusste wie fürchterlich soetwas aussah. Hin und her gerissen haderte er mit sich und seiner Entscheidung es der Sonne zu überlassen sein Leben zu nehmen, während er sich mit den Lippen über den Finger strich, an dem er normalerweise seinen Tageslichtring trug. Noch einmal wagte er es, den Blick zu Bambi zu heben, bevor er sich zu einem kleinen Nicken durchringen konnte. Nein, er würde dem Greif das nicht antun, er konnte es einfach nicht, lieber schluckte er seinen letzten, mikrigen Rest an Selbstachtung und Stolz herunter und ließ es zu sich zumindest jetzt von Bambi helfen zu lassen. "Kannst...du mir helfen auf zu stehen?", kam es so kleinlaut von dem Vampir, dass er anfänglich befürchtete, dass sein Gegenüber es gar nicht hören würde, doch er tat es, glücklicherweise, denn noch einmal zu fragen, hätte Kadall wahrscheinlich nicht mit sich selbst vereinbaren können. So ließ er es doch zu, dass der Uniformierte ihn aus seinem geplanten Grab hochzog, doch mit dem Laufen wollte es natürlich nicht mehr klappen. Ihm fehlten große und vorallem wichtige Teile seines Körpers, was sein Gleichgewicht vollkommen durcheinander warf, abgesehen davon dass er nun nur mehr ein Bein zur Verfügung hatte. Dieses Gefühl war einfach furchtbar, sein Gewicht so einseitig nur mehr auf einem Bein tragen zu müssen, weil...das Andere nun einmal einfach nicht mehr da war, weswegen er froher darüber war als erwartet, als Bambi entschloss, dass es wohl sicherer war ihn einfach zu tragen. Ein ganz leises Wimmer entlang dem Stiftzahn, als er seinen verbliebenen Arm haltsuchend auf der Schulter des Greifen ablegte und seinen Kopf auf der anderen Schulter bettete. Der Weg zum Bad war nicht weit, doch er nutzte diesen Moment um einfach die Augen zu schließen und die Nähe des Anderen in sich auf zu saugen, die er gerade mehr brauchte denn je. So schmiegte er sich an die Halsbeuge Bambis, der keine Wegbeschreibung brauchte und fand sich kurze Zeit später abgesetzt auf der Wäschetruhe wieder, wo er sich mit seiner gesunden Hand halbwegs aufrecht hielt. Kadall schämte sich sichtlich für seinen Zustand, nun noch mehr als zuvor, nicht nur weil er der Gnade und guten Handhabung des anderen Mannes ausgeliefert war, sondern weil er bald das gesamte Ausmaß der Zerstörung sehen würde, unverhüllt, ohne Glanz und Gloria, einfach sehen würde was mit ihm geschehen war. Ein schweres Schlucken ging durch die trockene Kehle des Nordmanns, der seinen Blick am Boden hielt, da er Bambi nicht einmal in die Augen sehen konnte, als er ihn von seinen zerfetzten Klamotten befreite. "I-ich...will nur, dass du weißt dass...also...nur weil du mir jetzt hilfst heißt...das ...nicht dass du es von nun an immer tun musst, okay? I-ich-".

@Bambi Leopold King <3


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#7

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 17.05.2018 21:28
von Bambi Leopold King • 153 Beiträge

Dem Greifen fiel eine enorme Last von den Schultern, als seine Fähigkeit offenbar etwas Wirkung zeigte und sich der Vampir tatsächlich ein wenig zu beruhigen schien. Zumindest unterließ Kaðall weitere Versuche Bambi von sich fernzuhalten und auch wenn dies nur ein klitzekleiner Schritt in Richtung Besserung war, erleichterte es den Gefängnisaufseher ungemein. Es würde noch ein langer steiniger Weg vor ihnen liegen, aber insgeheim schwor sich Bambi bereits, dass er Kaddy dabei nicht alleine lassen würde. Sie würden das gemeinsam durchstehen, egal ob es nur Wochen oder sogar Jahre dauern würde. Und damit, dass der Vampir sich nun etwas beruhigte, hatten sie schon mal eine gute Basis geschaffen, auf der sie aufbauen können, obwohl sich Bambi nur ungern in die Gefühlswelt Kaddys einmischte. Aber wahrscheinlich war es besser so... alles war besser als...
Ein schweres Schlucken ging ihm durch die Kehle, als der Nordmann das Offensichtliche ansprach, dennoch wagte er es nicht ihm zu widersprechen. Es würde einfach nichts nützen ihm nun von der strahlenden Zukunft überzeugen zu wollen, dafür war das Hier und Jetzt einfach viel zu präsent und ließ jeden Funken Hoffnung auf eine heile Welt in einem tiefen schwarzen Loch untergehen. Viel mehr musste sich der Greif nun darauf konzentrieren, wie er es bewerkstelligen sollte den Weg zu ebnen, der Kaðall wieder zurück ins Leben bringen soll. Mit einer plötzlichen Berührung an der Wange wurde er aus seinen wilden Gedanken gerissen und sein Blick fokussierte sich wieder auf den Norweger. Auch in seinen Augen war der Glanz unter einem Film von Tränenflüssigkeit verloren gegangen, während er versuchte jegliche Tränen zu unterbinden, um vor Kaðall weiterhin den Harten spielen zu können. Er zeigte ein leichtes Nicken und presste die Lippen zusammen, ehe sein Nicken sich zu einem Kopfschütteln wandelte. "Nein, aber ich will.... Ich will dir helfen und ich mache es zu meiner Aufgabe dir zu helfen. Du kannst sagen was du willst, aber ich werde nicht gehen und dich im Stich lassen... das kann ich nicht." Auch wenn es egoistisch war, er würde es nicht zulassen, dass dieser Mensch, der ihm so wichtig geworden war, einfach verreckt. Selbst wenn es sein letzter Wunsch wäre, würde Bambi ihm diesen abschlagen und ihn mit aller Kraft am Leben erhalten. Nicht wegen so was - nicht wegen einem Anschlag oder was auch immer da auf dem Event passiert war, würde er seinen Liebsten verlieren. Mit einem Mal packte den Greifen so etwas wie ein Kampfgeist und als hätte der Vampir das gespürt, stimmte er ihm endlich zu. Zwar so leise, dass Bambi es beinahe überhört hätte, aber er willigte ein und das war das wichtigste. "Natürlich", summte er ihm beruhigten entgegen und ließ erneut ein kleines, aber diesmal aufrichtigeres Lächeln sehen, ehe er Kaðall dabei half aufzustehen und ihn kurz darauf vorsichtig auf den Arm nahm. Der Vampir war kein Fliegengewicht und doch um einiges schwerer als zum Beispiel Nore, weswegen Bambi etwas mehr Kraft aufwand, um ihn hochheben zu können... aber... so viel Kraft wie beim letzten Mal benötigte er nicht, weswegen er den Vampir etwas zu schwungvoll in die Lüfte hob. "Oh! Mh... hast du abgenommen?", kam es beinahe tonlos über seine Lippen, während er beide Arme schützend um Kaddys Körper bettete, um ihn sicher halten zu können. Glücklicherweise war der Weg zum Bad keine Odyssey und Bambi konnte den Verwundete schnell wieder absetzen, bevor er sich auch schon an dem Vampir zu schaffen machte und ihn von der störenden und zerfledderten Kleidung zu befreien. Im künstlichen Licht der Badezimmerlampe war das ganze Ausmaß an Verletzungen deutlich zu erkennen und auch Bambi musste schwer schlucken, als er das ganze Blut und die Wunden sah, die noch nicht alle ganz verheilt waren. Er konnte sehr gut nachvollziehen, dass sich Kaðall für sein Aussehen schämte... Ihm selbst war es damals nicht anders ergangen, mit dem feinen Unterschied, dass er aber noch alle Gliedmaßen besaß... Ein Geschenk, das dem Norweger verwehrt geblieben war und dessen Wert Bambi erst jetzt wirklich zu schätzen lernte. Dennoch machte sich ein dumpfer Schmerz in seiner Magengrube breit, als er sah, wie viel der Vampir eingesteckt hatte und aus irgendeinem unerfindlichen Grund machte er sich dafür verantwortlich. Hätte er das verhindern können? Hätte es eine Möglichkeit gegeben Kaddy davor zu bewahren? Nach einiger Zeit brach der Vampir die Stille und seine zittrige Stimme jagte Bambi einen Schauer über den Rücken, weswegen er kurz in seinen Bewegungen verharrte und dann den Blick auf das Gesicht seines Gegenübers legte. "Shhh~ Das ist okay. Ich helfe gern. Mach dir darüber keine Gedanken, ja?" Nachdem er Kaddy aus seinen Kleidern befreit hatte, schnappte sich Bambi einen Waschlappen und hielt ihn einen Moment unter lauwarmes laufendes Wasser, ehe er sich wieder dem Norweger zuwandte. "Sag Bescheid sollte ich dir wehtun, okay? Ich bin auch ganz vorsichtig", versicherte er ihm noch und begann dann damit das getrocknete Blut aus dem Gesicht des Vampirs zu waschen, wobei er mit der einen Hand langsam den Waschlappen über die Stirn gleiten ließ und mit der anderen etwas Widerstand im Nacken leistete. Langsam aber sicher tastete sich der Greif so bis runter zu den Schultern, wo er allerdings erst die Seite reinigte, an der noch ein intakter Arm ruhte, die andere Seite ließ er zunächst aus. Es war schon mutig genug von Kaddy, dass er das überhaupt mit sich machen ließ und nur weil der Nordmann ihm den kleinen Finger reichte, musste Bambi nicht direkt am ganzen Arm zerren und auf Biegen und Brechen etwas erzwingen. "Wie... wie bist du überhaupt hier her gekommen?"

@Kaðall Ægir Grímsson

Der Vampir war kein Fliegengewicht und doch um einiges schwerer als zum Beispiel Nore, weswegen Bambi etwas mehr Kraft aufwand, um ihn hochheben zu können... aber... so viel Kraft wie beim letzten Mal benötigte er nicht, weswegen er den Vampir etwas zu schwungvoll in die Lüfte hob. "Oh! Mh... hast du abgenommen?", kam es ihm leise aber frech über die Lippen, während er beide Arme schützend um Kaddys Körper bettete, um ihn sicher halten zu können.



Achtung -> Buck ist überaus leicht reizbar und wird schnell gewalttätig - allerdings spricht er vorher immer eine Warnung aus

☬ Emotionsmanipulation ☬
Buck kann durch diese Fähigkeit Gefühle weder besser noch schlechter erkennen als andere Menschen oder Wesen, dafür allerdings kann er bereits durch seine pure Anwesenheit die Emotionen einer anderen Person manipulieren, um sie z.B in tiefe Trauer zu stürzen oder unglaublich wütend werden zu lassen. Jedoch geht ihm eine längere Anwendung dieser Fähigkeit irgendwann auf die Knochen, er wird schlapp, bekommt Schmerzen und kann sich nicht mehr sonderlich gut konzentrieren.
zuletzt bearbeitet 18.05.2018 01:22 | nach oben springen

#8

RE: Schlafzimmer

in Apartment • Kaðall Ægir Grímsson 18.05.2018 12:14
von Kaðall Ægir Grí | 89 Beiträge

..."Wieso?", war alles was dem Vampir über die Lippen kam, als Bambi bekräftigte ihm helfen zu wollen, denn er verstand es einfach nicht. Es war eine unschuldige Frage, eine aufrichtige Frage und kein Haschen nach Komplimenten. Man merkte es dem Blutsauger so im Alltag niemals an doch wenn es still um ihn wurde und er ganz alleine war, so wurde ihm immer wieder schmerzlich bewusst, wie wenig er sich von sich selbst hielt und wie die Meinung seines Vaters damals über ihn, immernoch schwer auf seinem Selbstbewusst sein lag. Deswegen feierte Kadall unendliche Parties, deswegen wollte er niemals für sich sein und auch deswegen nahm er normalerweise Reißaus, wenn ihm Jemand emotional zu nahe kam. Hier hatte er jetzt allerdings keine Wahl mehr er...konnte diesmal nicht weglaufen, weil er wahrscheinich überhaupt nie wieder irgendwohin laufen würde.
So stimmte er schlussendlich zu und fügte sich seinem Schicksal. Er würde also heute nicht in der Sonne verbrennen, doch seinen Tageslichtring, ließ er dennoch unkommentiert liegen, vielleicht vergaß er es auch einfach als der Greif ihn aus dem Bett zerrte. Es war vermutlich noch schwerer als sonst, da er weder richtig die Beine um ihn schlingen konnte, geschweigedenn sich anständig an ihm fest zu halten. Der Wärter warf ihn allerdings fast schwungvoll in die Luft, was den Vampir im ersten Moment total überforderte, weswegen er sich wie eine verunsicherte Katze an ihn drückte im ersten Moment, doch als er den kleinenn Scherz des Greifen hörte, blinzelte er einige Male, bevor sich tatsächlich ein kleines Lächeln auf seinen gepeinigten Zügen abzeichnete, was ihm allerdings nur erneut die Tränen in die Augen treten ließ. Vielleicht war das der Grund, wieso er sich so an seine Halsbeuge schmiegte und seinen Nasenrücken sachte über den Stoff seines Oberteils streichen ließ. Allein Bambis Duft beruhigte ihn, seine Nähe war wie Balsam für seine Seele, auch wenn er es nicht zugeben wollte. So ließ sich der Stiftzahn aus dem Schlafzimmer heraus, ins Badezimmer tragen, wo er sich dem grellen Neonlicht ergeben musste. Hier konnte man echt nichts mehr verschleiern oder kaschieren, das hier war kein Veillchen am Auge und schön zu reden war hieran auch nichts mehr.
Als Bambi anfing ihn aus zu ziehen, hielt Kadall beklommen den Blick seiner glasigen Augen abgewandt, dass man ihn so sah tat ihm wahrscheinlich sogar mehr weh als die Tatsache, dasss er verletzt worden war, oder einen Kampf verloren hatte, doch das war nun einmal nicht zu ändern. Normale Verletzungen heilten bei gesättigten Vampiren im Handumdrehen, doch solche großen Wunden, gerade wenn gar nichts mehr da war was zusammenheilen hätte können, sah die Sache schon ein wenig anders aus. Er blutete zwar nicht mehr, doch man hätte ihm die abgetrennten Gliedmaßen wieder annähen müssen, damit sie vollständig und korrekt verheilen und wieder zusammenwachsen würden. Deswegen grämte es ihn immernoch, dass Penny und Kean einfach entschieden hatten, dass sie gehenn mussten. Hätten sie ihn es doch versuchen lassen! Er wäre beim Kampf um seine Gliedmaßen wahrscheinlich entgültig in Teile zerfetzt worden, doch...im Moment wirkte das auf ihn beinahe besser als so leben zu müssen. "Es...tut nicht mehr weh", murmelte der Vampir nur ganz leise und abwesend vor sich hin, während er die Augen schloss um nicht sehen zu müssen wie leidend Bambi ihn ansah, wie mitleidig. "Penny und Kean...haben mich hergebracht ich-...ich wollte nicht mehr zurück ins Hotel", gestand er leise, bevor er etwas den Kopf schüttelte. "Raphael...wird mich so nicht mehr haben wollen...ein verkrüppelter Vampir, das ist doch...einfach lächerlich", kam es ihm bitter, wenn auch mit zerknirschtem Lächeln über die Lippen, doch an dieser Aussage war etwas Wahres dran, das musste auch Bambi zugeben, denn Vampire galten allgemein hin als wunderschön und markellos, allein diesem Faktum ist es schließlich auch zu verdanken, dass sie in Sachen Verführung so erfolgreich waren. Wie sollte Kadall denn jemals Jemanden verführen, wenn er aussah als hätte er beim Texas Chainsaw Massaker die Hauptrolle gespielt? "Ich kann nicht mehr jagen...nicht mehr arbeiten...ich wäre einfach nur eine Bürde für ihn...wieso sollte er mich behalten?...deswegen...wollte ich es vorhin beenden, bis...bis du kamst", gestand der Norweger leise aber ehrlich, während er sich mit dem Daumen über den Fingerrücken strich an dem für gewöhnlich sein Tageslichtring saß. "Ih- ich will nicht dass mich die Leute so ansehen als...als wär mein Leben schon vorbei wenn ich doch noch lebe...penny hat mich auch so angesehen und du-", seine tränennassen Augen wanderten nun endlich wieder zu dem Mann der vor ihm kniete, "Du hast mich einmal angesehen, als wäre ich der strahlenste, kostbarste Diamant, den du je gesehen hast....und keine traurige, zerbrochene Erinnerung daran...wenn...wenn das meine Zukunft ist, dann...dann will ich sie nicht, B...kannst du das nicht verstehen?". Seine Stimme war so dünn von den Emotionen die er zurück zu halten versuchte, doch wie sollte er das schon tun? Es war vorbei mit der lebenslustigen, fröhlichen Kaddykätzchen - zumindest fürs Erste. Die restliche Zeit über schwieg der Vampir einfach, er antwortete nicht mehr, egal was Bambi ihn fragte oder sagte, er blockierte einfach alles und ließ sich handhaben wie eine geborstene Porzellanpuppe. Erst als das Tönen seines Handys erklang, ging ein sachtes Blinzeln durch seine feuchten Wimpernkränze. Als Bambi aufstand um es zu suchen, sah der Vampir ihm kurz hinterher, doch der Greif wusste wohl, dass er mit Niemandem reden wollte. Der Wärter hatte zuvor erfahren wie unsagbar belastend das war, wenn man wusste es war etwas geschehen aber Niemand hebte ab, weswegen er wohl entschied den Anruf entgegen zu nehmen. Kadall verstand nicht ganz um was es in dem Gespräch ging, oder wer der Anrufer war, doch zu seinem Glück war es Matty, dem der Greif die Situation schilderte. Dass er seinen Strigori nur wenige Stunden später sehen würde, ahnte der deprimierte Vampir also nicht, als Bambi zurückkam und er zu ihm aufsah wie ein misshandelter Hund. "Mir....mir ist kalt", murmelte er nur ganz leise hervor, doch ging nicht einmal der Hauch eines Zitterns durch den massakrierten Körper des Älteren.

@Bambi Leopold King


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